Die Handwerkskammer ist nicht
nur eine Konjunktur-
bremse, nein macht z.B. auch Putzen nach Hausfrauen-
art zum Handwerk. Das kann man ohne weiteres als
"Schwachsinn hoch Drei"
bezeichnen.
Ich will das gerne im Detail
erläutern:
Mir ist nicht bekannt, das Putzen
allgemein ein Ausbil-
dungsberuf ist und für Putzen nach Hausfrauenart mit entsprechender
Meisterschule zur Meisterprüfung be-
gleitet wird. Sicher wird sich so mancher Ehemann wün-
schen, dass seine Frau mehr vom Putzen verstehen
würde.
Kommen wir aber zu dem Punkt,
dass bei Putzen nach Hausfrauenart nicht über 10 EUR die
Stunde honoriert wird.
Wer sich hier selbstständig macht und das ging ja auch
als ICH-AG- mittlerweile ist die ICH-AG wieder abgeschafft, hatte
nur im ersten Jahr eine Möglichkeit zu Überleben,
mehr nicht.
Wenn also Putzen ein Handwerk
ist, muss auch ein Hand-
werkslohn von mindestens 25.- EUR die Stunde zur Abrech-
nung kommen. Ganz zu schweigen, was die Auftraggeber insbesondere
Frauen von ihren Putzfrauen verlangen.
Hier bin ich bestens informiert und weis, dass im Lauf der
Zeit immer mehr Putzarbeit in der gleichen Zeit abverlangt
wird.
Putzarbeit ist Akkordarbeit
zum Hungerlohn!
Speziell für Putzarbeit
nach Hausfrauenart hat die Hand-
werkskammer natürlich auch keine Handwerkskarte-
das währe ja auch lachhaft und hat für dieses Gewerbe
eine Handwerkskarte mit der Bezeichnung "Teppichreiniger"
im Angebot.
Hier wird schamlos abgezockt,
um den Verbänden Beiträge zuführen zu können.
Wie lange wollen wir uns denn
das noch gefallen lassen?
Was kann gegen diese Art von
Ausbeutung unternommen werden?
Ich sage: Verweigert alle die
Zahlung an die Handwerks-
kammern, wenn ihr aus der Not heraus nicht mehr zahlungsfähig
seit. Das sind viele in diesem Land und die Gerichtsvollzieher
werden dann kaum nachkommen, hier
aktiv zu werden.
Und wenn von den Handwerkskammern keine Einsicht zu erwarten
ist, der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, das Gewerbe
abmelden und Harz IV beantragen.
Selbstcourage und ziviler Ungehorsam
sind in diesen Zeiten
die einzige Möglichkeit, sich auf Dauer nicht alles tatenlos
gefallen zu lassen.
Schlussbemerkung:
Wir würden alle gerne auch
den Verbänden die Beiträge
gönnen, wenn unsere beruflichen Rechte und Lebens-
bedingungen von diesen Verbänden entsprechend gesich-
ert werden.
Was von den Verbänden aber
in den letzten Jahren, in de-
nen die Wirtschaftslage sich zunehmend verschlechtert hat,
nur als Angebot kam, war:
Wir müssen leider die Beiträge
erhöhen, weil wegen der zurückgehenden Mitgliederzahl
unsere Arbeit und Aufwand
nicht mehr ohne Beitragserhöhung im vollem Umfang nach-
gekommen werden kann.
Ich kann nur sagen: Kürz
halt auch Eure Gehälter, wie es
die vielen Firmen tun und schnallt den Gürtel enger!
Über reges Interesse und
Beteilung an diesem Thema würde
ich mich freuen und andere Beispiele gerne hier bei
"Handwerkskammer so nicht!"
mit einbinden, um damit vielen unter Euch den Mut zu stär-
ken, eigenen Widerstand zu leisten.
Es ist Schluss mit lustig!