Der beste Tip, die Arbeit
auf alle verteilen!
Hallo Frau Illner!
Gerade ist Ihre Sendung "Berlin
Mitte" beendet und wieder einmal ist zu dem Thema Arbeitslose
und Arbeitsplätze viel geredet worden. Wieder ging die Diskussionsrunde
zu Ende ohne Ergebnis, das ist leider nichts Neues.
Man kann es nicht mehr hören,
dass halt neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen
und das es eben sehr schwierig ist. Ich muss schon sagen, diese
Diskussionen werden stink-
langweilig wenn nur um des Kaisers Bart rumgeredet wird.
Leider viel zu viel von Personen, die nicht im geringsten eine
Ahnung haben, wie Politiker und eben Bestverdiener. Diese Herrschaften
sind auf Grund des gesunden Geldbeutels überhaupt nicht
in der Lage, sich in Menschen die nun wirklich jeden EUR umdrehen
müssen, rein zu versetzen.
Ich glaube auch Frau Illner, dass es für Sie mit Ihrem erfolg-
reichen Beruf (der sei Ihnen natürlich gegönnt) Eher
Utopie ist mit dem aller geringsten Taschengeld Einkommen rechnen
zu müssen. Bin ich hier ungerecht, dann können Sie
mich ja
aufklären.
Doch nun zur Lage der Arbeitslosen,
die viel ernster ist, als sich eben Menschen ohne Einkommensprobleme
es sich auch nur im Traum vorstellen können.
Wenn wir also und die Gründe
sind ja mehr als bekannt, zu wenig Arbeit haben, warum gehen
wir nicht endlich daran und verteilen in dieser gegenwärtigen
Lage nicht die Arbeit auf alle.
Kurzfristig werden wir mit mehr
Arbeitsplätze nicht rechnen können und eine Verteilung
würde ohne weiteres dass zu nehmende Problem für Menschen
denen so wie es aussieht auch nicht bis zum Rentenalter Arbeit
angeboten wird, sofort lösen.
Wie soll das Funktionieren, hier
meine Vorstellung:
Wenn in Deutschland ca. 45 Millionen
Menschen im Normalfall 8 Stunden am Tag arbeiten und ihre Arbeit
um eine Stunde verkürzt wird, hätten die 4,5 Millionen
Arbeitslosen (10%) schon 10 Stunden am Tag zu Arbeiten. Gehen
wir noch davon aus, Überstunden haben in dieser schlechten
Zeit keinen Bestand und werden nicht geduldet, dann braucht noch
weniger der Einzelne verzichten.
Rechnen wir mal weiter: Wenn
in Deutschland durch Verteilung der Arbeit auf Alle, auch mit
Unterstützung staatlicher Ein-
richtungen, würden dadurch ca. 70 Milliarden EUR für
direkte Sozialleistungen an die Arbeitslosen wegfallen. Diese
Summe müsste z.B. nicht durch die Einkommensteuer erhoben
werden und so würden wie gewünscht die Lohn- Nebenkosten
gesenkt werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt
einer Arbeitszeitreduzierung, er würde den Stress der noch
Arbeitenden reduzieren, die Ge-
sundheit weniger gefährden und Zeit für Lebendlanges
Lernen, ohne den es wirklich nicht mehr geht, erst ermöglichen.
Frau Illner, sind Sie nicht
auch der Meinung dass unsere Politiker nicht längst auf
eine so einfache Lösung hätten kommen müssen???
Weshalb kann das nicht im Sinne
des Volkes und für die ausgegrenzten Menschen ohne Arbeit
und ohne Würde, nicht praktisch umgesetzt werden.
Ich habe natürlich nicht
nur den Verdacht, sondern bin über-
zeugt, dass hier von den großen Arbeitgebern im Land, mit
aller Macht die Arbeit so knapp wie möglich gehalten wird,
damit die Gewinne für das Großkapital, für die
Großaktionä-
re immer weiter in astronomische Höhen gefahren werden können.
Jeder der um seinen Arbeitsplatz
Angst hat und das sind nach den letzten Befragungen schon 70%
der Lohnabhängigen lassen sich bestens knechten für
immer weniger Geld und zunehmende Arbeitszeit-Überstunden,
die ja kaum noch gezahlt werden, eben leichter ausbeuten.
Richtiges Geld verdienen nur
die Menschen, die dafür überhaupt nichts mehr tun und
nur durch ihre Aktiengewinne ihr Vermögen in schwindelnde
Höhen treiben. Das geht alles nur so lange gut, wie sich
das Volk es bieten lässt. Hier sind aber die Grenzwerte
der zumutbaren Knechtschaft bei vielen Menschen längst überschritten
und kann dann schnell in nicht zubremsende Gewalt Enden.
Deshalb meine Bitte Frau Illner:
Überraschen Sie doch in Ihren nächsten Runden in der
"Berlin Mitte" Arena Ihre Kandidaten mit dem
von mir gemachten Vorschlag. Wenn die Herrschaften einigermaßen
rechnen können und davon sollten wir ausgehen, kann mein
Vorschlag wohl kaum unter den Tisch gefegt werden.
Um in Zukunft überhaupt
die Probleme in den Griff zu be-
kommen, muss die Bevölkerung in Deutschland mehr für
die-
se Dinge sensibilisiert werden, Zivilcourage gefördert und
wenn es gar nicht mehr geht, auch zum zivilen Ungehorsam ermun-
tert werden.
Damit endlich was passiert, habe
ich die Initiative www.mensch-trau-dich.de gegründet.
In diesen drei Worten liegt der
Schlüssel für Veränderung und Verbesserung. Wir
sind das Volk und haben noch nicht ver-
gessen, dass die Mauer 1989 gerade mit diesen Worten
"Wir sind das Volk" gewaltfrei gefallen ist.
Ich würde mich freuen, wenn
Sie meine Nachricht auch erhal-
ten und nicht im Vorzimmer schon entsorgt wird. Eine Nach-
richt von Ihnen ist natürlich eine Bestätigung und
in Ihrer Sen-
dung mein Tip und Hinweis, kann bestimmt nicht schaden.
Damit möchte ich zum Ende
kommen und Ihnen weiterhin ein geschicktes Taktieren mit Ihren
nicht immer einfachen Kan-
didaten wünschen.
Diese E-Mail ist veröffentlicht
unter "Aktuelles" bei "Mensch trau Dich"
mit dem folgenden Link:
www.mensch-trau-dich.de/Seiten/Aktuell.html
Mit den besten Wünschen
an Sie
Edward Grossmann
per E-Mail an das ZDF gesendet
um 1Uhr 10
E-Mamil Antwort um 8Uhr 05
vom ZDF:
Sehr geehrter Herr Grossmann,
vielen Dank für Ihre E-Mail
an das ZDF und Ihre inhaltliche Auseinander-
setzung mit unserer Sendung, die wir aufmerksam gelesen haben.
Ihre Anmerkung zu unserer Themenaufbereitung
haben wir der zuständi-
gen Redaktion zur Kenntnis gebracht. Dort wird sie in unserer
internen Auseinandersetzung mit unserem Programmangebot bzw.
im Rahmen
unserer Nachbesprechungen zu den Sendungen zusammen mit anderen
Zuschauerreaktionen berücksichtigt.
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Heimbach
ZDF Mainz
Zuschauerredaktion
Vielen Dank
an ZDF Mainz und Tanja Heimbach
Edward Grossmann
Bemerkung:
Wer sich traut in der
Öffentlichkeit Probleme anzusprechen
und auf Lösungen von Probleme hinweist, wird nicht generell
ignoriert. Je öffentlicher eine Diskussion ist, um so mehr
Be-
achtung findet sie.
Traut Euch alle, die gerne
einen wichtigen Beitrag
leisten wollen, hier ist ein offenes Tor, um beachtet
zu werden.