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Aktuelles am 17. November 2006
von Edward Grossmann

Der beste Tip, die Arbeit auf alle verteilen!

Hallo Frau Illner!

Gerade ist Ihre Sendung "Berlin Mitte" beendet und wieder einmal ist zu dem Thema Arbeitslose und Arbeitsplätze viel geredet worden. Wieder ging die Diskussionsrunde zu Ende ohne Ergebnis, das ist leider nichts Neues.

Man kann es nicht mehr hören, dass halt neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen und das es eben sehr schwierig ist. Ich muss schon sagen, diese Diskussionen werden stink-
langweilig wenn nur um des Kaisers Bart rumgeredet wird.

Leider viel zu viel von Personen, die nicht im geringsten eine Ahnung haben, wie Politiker und eben Bestverdiener. Diese Herrschaften sind auf Grund des gesunden Geldbeutels überhaupt nicht in der Lage, sich in Menschen die nun wirklich jeden EUR umdrehen müssen, rein zu versetzen.

Ich glaube auch Frau Illner, dass es für Sie mit Ihrem erfolg-
reichen Beruf (der sei Ihnen natürlich gegönnt) Eher Utopie ist mit dem aller geringsten Taschengeld Einkommen rechnen zu müssen. Bin ich hier ungerecht, dann können Sie mich ja
aufklären.

Doch nun zur Lage der Arbeitslosen, die viel ernster ist, als sich eben Menschen ohne Einkommensprobleme es sich auch nur im Traum vorstellen können.

Wenn wir also und die Gründe sind ja mehr als bekannt, zu wenig Arbeit haben, warum gehen wir nicht endlich daran und verteilen in dieser gegenwärtigen Lage nicht die Arbeit auf alle.

Kurzfristig werden wir mit mehr Arbeitsplätze nicht rechnen können und eine Verteilung würde ohne weiteres dass zu nehmende Problem für Menschen denen so wie es aussieht auch nicht bis zum Rentenalter Arbeit angeboten wird, sofort lösen.

Wie soll das Funktionieren, hier meine Vorstellung:

Wenn in Deutschland ca. 45 Millionen Menschen im Normalfall 8 Stunden am Tag arbeiten und ihre Arbeit um eine Stunde verkürzt wird, hätten die 4,5 Millionen Arbeitslosen (10%) schon 10 Stunden am Tag zu Arbeiten. Gehen wir noch davon aus, Überstunden haben in dieser schlechten Zeit keinen Bestand und werden nicht geduldet, dann braucht noch weniger der Einzelne verzichten.

Rechnen wir mal weiter: Wenn in Deutschland durch Verteilung der Arbeit auf Alle, auch mit Unterstützung staatlicher Ein-
richtungen, würden dadurch ca. 70 Milliarden EUR für direkte Sozialleistungen an die Arbeitslosen wegfallen. Diese Summe müsste z.B. nicht durch die Einkommensteuer erhoben werden und so würden wie gewünscht die Lohn- Nebenkosten gesenkt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer Arbeitszeitreduzierung, er würde den Stress der noch Arbeitenden reduzieren, die Ge-
sundheit weniger gefährden und Zeit für Lebendlanges Lernen, ohne den es wirklich nicht mehr geht, erst ermöglichen.

Frau Illner, sind Sie nicht auch der Meinung dass unsere Politiker nicht längst auf eine so einfache Lösung hätten kommen müssen???

Weshalb kann das nicht im Sinne des Volkes und für die ausgegrenzten Menschen ohne Arbeit und ohne Würde, nicht praktisch umgesetzt werden.

Ich habe natürlich nicht nur den Verdacht, sondern bin über-
zeugt, dass hier von den großen Arbeitgebern im Land, mit
aller Macht die Arbeit so knapp wie möglich gehalten wird, damit die Gewinne für das Großkapital, für die Großaktionä-
re immer weiter in astronomische Höhen gefahren werden können.

Jeder der um seinen Arbeitsplatz Angst hat und das sind nach den letzten Befragungen schon 70% der Lohnabhängigen lassen sich bestens knechten für immer weniger Geld und zunehmende Arbeitszeit-Überstunden, die ja kaum noch gezahlt werden, eben leichter ausbeuten.

Richtiges Geld verdienen nur die Menschen, die dafür überhaupt nichts mehr tun und nur durch ihre Aktiengewinne ihr Vermögen in schwindelnde Höhen treiben. Das geht alles nur so lange gut, wie sich das Volk es bieten lässt. Hier sind aber die Grenzwerte der zumutbaren Knechtschaft bei vielen Menschen längst überschritten und kann dann schnell in nicht zubremsende Gewalt Enden.

Deshalb meine Bitte Frau Illner: Überraschen Sie doch in Ihren nächsten Runden in der "Berlin Mitte" Arena Ihre Kandidaten mit dem von mir gemachten Vorschlag. Wenn die Herrschaften einigermaßen rechnen können und davon sollten wir ausgehen, kann mein Vorschlag wohl kaum unter den Tisch gefegt werden.

Um in Zukunft überhaupt die Probleme in den Griff zu be-
kommen, muss die Bevölkerung in Deutschland mehr für die-
se Dinge sensibilisiert werden, Zivilcourage gefördert und wenn es gar nicht mehr geht, auch zum zivilen Ungehorsam ermun-
tert werden.

Damit endlich was passiert, habe ich die Initiative www.mensch-trau-dich.de gegründet.

In diesen drei Worten liegt der Schlüssel für Veränderung und Verbesserung. Wir sind das Volk und haben noch nicht ver-
gessen, dass die Mauer 1989 gerade mit diesen Worten
"Wir sind das Volk" gewaltfrei gefallen ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Nachricht auch erhal-
ten und nicht im Vorzimmer schon entsorgt wird. Eine Nach-
richt von Ihnen ist natürlich eine Bestätigung und in Ihrer Sen-
dung mein Tip und Hinweis, kann bestimmt nicht schaden.

Damit möchte ich zum Ende kommen und Ihnen weiterhin ein geschicktes Taktieren mit Ihren nicht immer einfachen Kan-
didaten wünschen.

Diese E-Mail ist veröffentlicht unter "Aktuelles" bei "Mensch trau Dich" mit dem folgenden Link:

www.mensch-trau-dich.de/Seiten/Aktuell.html

Mit den besten Wünschen an Sie

Edward Grossmann
per E-Mail an das ZDF gesendet um 1Uhr 10

 

E-Mamil Antwort um 8Uhr 05 vom ZDF:

Sehr geehrter Herr Grossmann,

vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF und Ihre inhaltliche Auseinander-
setzung mit unserer Sendung, die wir aufmerksam gelesen haben.

Ihre Anmerkung zu unserer Themenaufbereitung haben wir der zuständi-
gen Redaktion zur Kenntnis gebracht. Dort wird sie in unserer internen Auseinandersetzung mit unserem Programmangebot bzw. im Rahmen
unserer Nachbesprechungen zu den Sendungen zusammen mit anderen Zuschauerreaktionen berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen
Tanja Heimbach
ZDF Mainz
Zuschauerredaktion

Vielen Dank an ZDF Mainz und Tanja Heimbach Edward Grossmann

Bemerkung:
Wer sich traut in der Öffentlichkeit Probleme anzusprechen
und auf Lösungen von Probleme hinweist, wird nicht generell
ignoriert. Je öffentlicher eine Diskussion ist, um so mehr Be-
achtung findet sie.

Traut Euch alle, die gerne einen wichtigen Beitrag
leisten wollen, hier ist ein offenes Tor, um beachtet
zu werden.


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