Ich hörte und las irgendwo,
dass sehr viele Jugendliche total verschuldet sind. Dazu muss
man sich dann die Betroffe-
nen-Gesichter vorstellen, um die gesamte Heuchelei auch erfassen
zu können.
Zu meiner Zeit war man ja erst mit 21 Jahren volljährig
und selbst danach war man es immer noch nicht, so lange, wie
man die Füsse unter den Tisch der Eltern stellte. - Ich
möchte wirklich nicht diese Zeit als empfehlenswert hervorheben.
- Sie war teilweise gewiss mangelhaft. -
Was danach, am 1. Januar 1975 kam, die Volljährigkeit auf
das 18. Lebensjahr herab zu setzen, kann man einerseits begrüssen
- allerdings andererseits auch verfluchen. 1975, zu einer Zeit,
als die Eltern ihren Kindern noch Werte anerziehen konnten, sie
ihre Kinder nicht mit Gleichgültigkeit behandelten, wo es
strenge Regeln gab, was man darf und was nicht! -
Es war eine Zeit, die unsere Lieblinge so manches Mal ver-
fluchten, weil man ihnen Verbote erteilte. Die Erfahrungen der
Eltern bringen es nun mal mit sich, dass man Gefahren erkennt,
die der weiteren Entwicklung der Kinder einen grossen Schaden
entstehen lassen. Einerseits ist das wohl von je her ein Gene-
rationenproblem, aber ich möchte das einmal ganz anders
ausleuchten:
1975 kriselte es schon in der
Wirtschaft und man versuchte, einen neuen Markt zu erschliessen,
den es bislang noch nicht bei uns gab: Man konnte die jungen
und unerfahrenen Her-
anwachsenden von den Eltern lösen und für ihre Zwecke
ausnutzen, wenn man sie vorzeitig als Erwachsene einstufte! -
Nur darum ging es doch! Welche Macht haben denn Vater und Mutter
noch, wenn ihre Sprösslinge von der Dauer - Berieselung
der Werbung direkt manipuliert werden: "DU MUSST KAUFEN.
DANN WIRST DU ERFOLGREICH." -
Und wenn die Eltern nur Ansätze zeigten, ihre Lieblinge
von
den törichten Vorhaben abzuhalten, dann hatten Papa und
Mama keine Ahnung! - Man drehte einfach die Musik so laut auf,
dass man nichts mehr hörte! - Da begann es kritisch zu werden!
-
Geld war uninteressant geworden - es gab ja das Konto - die Bank,
die einem dazu verhalf, dass man sich alle Wünsche erfüllen
konnte. -
Es wurde zur Pflicht: Der Führerschein mit 18 Jahren und
das möglichst schnelle Auto. -
Die Sorgen der Eltern und deren Warnungen war Gemeckere. - Die
jungen Leute machten, was sie wollten - so lange, wie ihnen die
Bank Kredite gewährte. -
Mit den Jahren weitete man die Kaufkraft der Kinder aus,
indem man die Eltern in die Haftung nahm. "Eltern haften
für
ihre Kinder". - Da begann auch schon die Zeit, wo man nur
noch dem Willen der Kinder nachging und nicht mehr auf die nötige
Vermittlung von Werten achtete. Man stellte das kleine Kind praktisch
auf die Stufe eines Erwachsenen. "DER WILL DAS NICHT",
dann brauchte das Kind das auch nicht tun. Dem Kind alle Wünsche
zu erfüllen, verwechselte man mit Liebe geben! Eines Tages
entdeckten die Eltern dann, dass sie sich solche kleinen Kotzbrocken
grossgezogen hatten, die machten, was sie wollten. Sie hatten
vor nichts Respekt, waren egoistisch und nirgendwo anpassungsfähig!
- Es folgte dann eine Bankrotterklärung: "Ich weiss
nicht mehr, was ich mit dem machen soll? Solchen Eltern könnte
ich immer einige liebevolle Sätze erzählen. Die versündigen
sich an den Kindern und haben sie nicht verdient.
Nun aber weiter bei den lieben Kleinen, die man heimlich als
Kunden gewinnt. Abgesichert dadurch, dass die Eltern ja für
die Schulden der Kinder aufkommen müssen, konnten sich die
lieben Kinderchen dann auch noch die neuesten Klingeltöne
aus dem Internet herunter laden, mal ungestörte Blicke auf
die Schweine - Seiten werfen, was die Eltern ja erst mit der
nächsten Telefonrechnung präsentiert bekamen. - Sie
wurde recht annonym vom Konto der Eltern abgebucht. Da den meisten
Leuten auch noch ein "Dispositionskredit" eingeräumt
wurde, fiel auch eine überhöhte Rechnung erst später
auf. - Die Bank verwaltete ja das Geld. Schliesslich sind Banken
ja sehr seriöse Unternehmen. - (glaubte man) Jedem gab man
ein Konto, wo alle Zahlungseingänge und Überweisungen
geregelt wurden. -
Geld sollten die Bürger nach Möglichkeit überhaupt
nicht
mehr in die Finger bekommen. - Das ist etwas Reales, etwas Greifbares,
während auf einem Kontoauszug ja nur Zahlen stehen. - Man
kann in dem Fall nur den Kontoauszug greifen, nicht aber das
Geld. - So verliert der Mensch den Bezug zum Geld und zur Realität.
-
Ich kenne sehr viele Leute, die sich keine Gedanken darüber
machen, wenn etwas teurer wird und dass sie sich etwas kaufen,
was über ihre Verhältnisse hinaus geht. - "So
lange, wie die Bank Geld heraus rückt ............... sch....egal."
Das sind natürlich ideale Kunden für die Bank. Mit
ihnen kann man spielen.
Komm, wir erhöhen deinen DISPO. Die bescheuerten Leute fassen
das auch noch als einen Vertrauensbeweis seitens der Bank auf.
- An ihnen verdienen die Banken super gut.
An dem Beispiel einer jungen Familie, möchte ich einmal
klar stellen, wie so etwas läuft: Zwei junge Leute heiraten,
Kin-
derchen kommen, beide arbeiten und kaufen sich dann ein altes
Haus. Die Bank finanziert, unter Absicherung aller Risiken, indem
sie zusätzlich zu ihren Hypotheken und den ganzen Renovierungsarbeiten
ihres Hauses, noch vollgepumpt werden, mit allen möglichen
Versicherungen.
Wenn man sich nur einmal mit einer gewissen Logik diese Pöstchen
alle zusammen rechnet, die dieses junge Paar aufbringen muss,
dann kann man sich vorstellen, wie lange
das gut geht. -
Natürlich hat unsereins ja keine Ahnung und lebt hinter
dem Mond! - Diese jungen Leute wollen ja auch noch leben. Das
sollen sie auch, können es aber nicht, weil sie sich alles
selber zerstören, indem sie ständig über ihre
Verhältnisse leben. - Der Mann benötigt ein Auto zur
Arbeit und die Frau ebenfalls. Man muss ja mobil sein und alles
jederzeit bewältigen können! - Ich habe es noch nicht
erlebt, dass einer von der Kategorie, die ich hier benenne, einmal
mehr als 20 Euro in der Tasche hatte, allenfalls zum Tanken,
mehr aber auch nicht! -
Nicht zu vergessen, kein Geld in der Tasche, aber "Ich musste
ein neues Handy haben - 800 Euro". -
Ich weiss nicht, wie man mich einschätzt. Es ist auf jeden
Fall falsch kalkuliert, dass bei mir einer Eindruck durch den
Kauf eines teuren Handys macht. Oder: "Ich habe mir eine
Designer-Sonnenbrille mit Fensterglas bestellt, muss sie morgen
abholen."
Wer Geld dazu hat, kann sich von mir aus kaufen, was er will.
Dass das gesamte Familienleben unter der ständigen finan-
ziellen Belastung leidet, scheint doch wohl mehr als logisch.
-
Trotzdem hörte ich: "Ich brauche ein grosses Auto,
es muss auch schnell sein. Dann brauche ich die breiten Hochge-
schwindigkeitsreifen, weil das Auto ja über 200 fährt.
Die
kosten sehr viel Geld." -
Daraus wurde dann ein Fahren des Autos mit total abge-
fahrenem Profil, womit man auch die lieben Kinderchen beförderte!
- Eine Person wurde arbeitslos, worauf dann die Banken in Alarmstimmung
kamen. - DISPO sofort gestrichen. Von nun an gings bergab.
Man lebte doch schon mit den ständigen Aussichten, über
mehr Geld verfügen zu können, als man hatte. -
Die ganzen laufenden Daueraufträge wurden nicht mehr überwiesen.
- Keine Telefonrechnung, kein Stromabschlag, keine einzige Versicherung,
keine Hypothekenzinsen, keine Raten für den Autokauf - NICHTS.
- Man lebt mit Mahnungen, Gerichtsvollzieherbesuchen und Zwangsräumung
aus dem geschaffenen Heim.
Zudem hat ja keiner davon jemals gelernt, mit dem Geld, was man
erwirtschaftete, auch auszukommen! - Der Haussegen hängt
ständig schief, die Kinder leiden doppelt, weil sie die
familiäre Krise in dem Sinne ja nicht einmal verstehen.
Papa und Mama sind nur ständig gereizt!
Am Ende stehen dann Anwalt und Scheidung. - Meist endet das dann
noch in Versuchen, seinen Partner zu vernichten!! Wenn das hier
ein Einzelfall wäre, hätte ich das nicht erwähnt.
- Und das kann nicht der tiefere Sinn eines Lebens sein. -
Zuerst steht das Lernen, mit seinem Geld, egal, was man hat,
auch auszukommen. - Wer das nicht kann, sollte keine Fa-
milie besitzen dürfen! - Ich sage immer: Wer mit 500 Euro
nicht auskommt, der kommt auch mit 5.000 Euro nicht hin!
Wenn man etwas erreichen möchte, sollte man sich Ziele setzen
und auch dafür leben. - Zuerst sollte man sparen und dann
erst kaufen! Einige werden jetzt sagen, dass sie dann ja nie
dazu kämen. - Oh doch, man muss nur einfach den Verstand
einsetzen. Etwas Bescheidenheit für ein grosses Ziel ist
angebracht. Dafür kann man das Teil hinterher aber viel
günstiger kaufen, weil man ja die happigen Zinsen dafür
nicht entrichten muss.
Aber es ist schwierig, den Leuten den Wert des Geldes beizubringen,
die es nie gelernt haben!
Es braucht keiner heute so ein Betroffenheitsgesicht zu ma-
chen, wenn er von den verschuldeten Jugendlichen spricht. -
Der Trend war doch erkennbar und die Wirtschaft spekulierte doch
darauf. - Denen ist doch das Schicksal der Leute total egal.
Wichtig ist nur die Kaufkraft. Ist die weg, interessiert sie
der Kunde überhaupt nicht mehr. - Haben sie hier den Markt
abgegrast und ist nicht mehr gross zu verdienen, dann gehen sie
ins Ausland! -
Das nur zu den tollen Werbemaschen, die signalisieren: DU MUSST
KAUFEN - DANN BIST DU ERFOLGREICH. -
Erfolgreich wird nur einer dabei, wenn du darauf hereinfällst:
Das ist die Bank, die Versicherungen und die Unternehmen,
die die Waren anpreisen. -
Und mit den ganzen Markenklamotten,
die sie sich teuer an-
preisen lassen, sind die Leute doch nur billige Werbeträger
für die Branchen. Sie selber sind und werden keine anderen
Personen, durch das Tragen von Kleidungsstücken mit bestimmten
Buchstaben. - Ein ARSCHL.... bleibt eines und wenn er sich noch
so feine Fummel überstreift. - Es ist Dummheit, solchen
Trends zu folgen! - Das zeugt von Manipulationen!
Ein sichtbar angeknackster Mensch
wird ganz schnell zu einer Beute!! - So ist das leider. - Wer
beherrscht das Spiel besser, als die Banken? Man mag mir nicht
glauben wollen, weil die Gier nach dem Habenmüssen
bei einigen Leuten stärker ausgeprägt ist, als die
Vernunft. - Ich möchte euch das nicht gönnen, wenn
euch heute auf morgen die Luft einfach abgedreht wird. - Aus
der Falle kommt kaum einer wieder alleine heraus! -
ALSO ERST
SPAREN UND DANN KAUFEN. -
Lasst
euch nicht manipulieren.
Es ist immer euer Nachteil!