In Deutschland, eines der reichsten
Länder der Welt, lebt es sich bestimmt besser, als in vielen
armen Ländern dieser Welt.
Sind wir Deutsche auf immer mehr
Wohlstand aus, auf immer mehr Urlaub, immer neue Autos, sich
jeden Luxus leisten kön-
nen und trotzdem immer weniger Arbeiten als oberstes Ziel an-
streben?
Hört man auf die Wirtschaftsbosse
und Politiker, die permanent davon reden:
"Wir müssen endlich
den Gürtel enger schnallen, länger Arbei-
ten und das für weniger Geld."
Nur so kann die Wirtschaft gesunden, die Arbeitsplätze erhal-
ten bleiben und Neue geschaffen werden.
Nun arbeiten die Menschen länger,
leisten auch viele unbe-
zahlte Überstunden ohne Freizeit Ausgleich und das für
weni-
ger Geld. Hat das die Arbeitsplätze stabilisiert und hat
das
mehr Arbeitsplätze gebracht?
Das Gegenteil macht täglich
Schule. Immer mehr Arbeitsplät-
ze werden abgebaut und dadurch erhöhen sich natürlich
die Überstunden und der Leistungsdruck wird größer.
Erhöht sich damit für
den Personenkreis, die noch einen Ar-
beitsplatz haben die Lebensqualität?
Wohl kaum!
Wer sich täglich einem zunehmenden Stress ausgesetzt wird
zwangsläufig durch Krankheit früher oder später
seine Arbeit nicht mehr ausüben können.
Die andere Gruppe der Menschen,
die ihren Arbeitsplatz ver-
loren haben und seit es das Hartz IV Gesetz gibt, in recht kurzer
Zeit unterhalb der Armutsgrenze Leben, haben auch unter Stressfaktoren
zu leiden.
Wir wollen aber ein Leben
führen, für das es sich lohnt
z.B. auch eine Familie zu gründen.
Ist denn das überhaupt noch
möglich? Nur wenn beider Eltern-
teile eine einigermaßen vernünftig bezahlte Arbeit
haben, kann überhaupt an Familienplanung gedacht werden.
Aber es gibt kaum noch sichere Arbeitsplätze und deshalb
die zunehmende Zukunftsangst.
Was soll denn das für ein
Familienleben werden, wenn die Kinder schon nach einem Jahr in
den Hort sollen, die Eltern nach der Tagesarbeit erschöpft,
dann die Kinder aus dem Hort abholen, und sich noch mit dem täglichen
Hauskram beschäf-
tigen müssen.
Was haben denn diese Kinder von
"erfolgreichen Eltern", die über das Maß
ihre Arbeitskraft zu Markte tragen und für ihre Kinder kaum
Zeit aufbringen können.
Harmonie und Liebe können nur die wenigsten Kinder in der
heutigen Zeit noch spüren und erleben. Scheidungen, nicht
selten der Grund "Geldmangel" ist für die Kinder
eine Kata-
strophe.
Es ist doch nicht nachzuvollziehen,
das in unserer modernen Computer- und Robotterwelt, wo so viele
Arbeiten von Ma-
schinen abgenommen werden, die Menschen immer noch schneller
und mehr Arbeiten sollen.
Der Grund dafür ist natürlich
nicht unbekannt und hat was mit der ungebremsten Geldgier der
Anleger zu tun. Diese Men-
schen bereichern sich in astronomischen Größen an
Ak-
tiengeschäfte und Wertabschöpfungen in Firmen. Hier
liegt
das Übel in der heutigen Gesellschaft, dass ohne Arbeiten
mit Nichtstun sehr viel Geld in großen Summen eigentlich
dem Volk gestohlen wird.
Wir wollen aber kein Leben in dieser Knechtschaft und der Ausbeutung,
wo für das Leben keine Zeit mehr bleibt oder wegen Arbeitsmangel
die Armut zuschlägt!
Wenn man keine Zeit mehr hat,
um sich vernünftig zu ernähren, wenn das Angebot von
Nahrung zunehmend genmanipuliert wird, keine Nährstoffe
und Vitamine in den meisten Obst und Gemüsesorten zu finden
sind, wenn in Fressbuden schnell der Müll runtergeschluckt
wird, weil auch hier keine Zeit mehr übrig bleibt, dann
gibt es keine Lebensqualität.
Schaut man von Oben auf eine
Großstadt runter, so hat das große Ähnlichkeit
mit einem Ameisenhaufen. Alle sind emsig und laufen hin und her.
Keiner versteht den Sinn für diese un-
kontrollierte Hektik.
Was können wir in der Masse
der Bevölkerung tun, damit sich die Lebensbedingungen und
Qualitäten bessern, bessern für alle, nicht nur für
eine kleine Minderheit.
Wir müssen uns trauen auf
Grund der Erkenntnisse neue
Wege zu gehen. Eine neue Gesellschaft aufbauen mit mehr Menschlichkeit.
Dieses Wort Menschlichkeit ist gefährdet auszusterben, weil
unter Menschlichkeit sich schon viele gar nichts mehr vorstellen
können.
Trauen wir uns, dem aus dem Ruder
gelaufenem System "Kapitalmacht" zu verweigern, in
dem wir nicht mehr diesen Wahnsinn des hektischen Lebens uns
bedingungslos unter-
werfen.
Hier gibt es viele Möglichkeiten,
wenn wir das Volk in der großen Masse nicht mehr alles
hinnehmen und bessere Lebensalternativen für ein Leben in
Würde und Sinn anstre-
ben.
Hier müssen natürlich
die entscheidenden Weichen die von
uns gewählten Politiker stellen, dafür wählen
wir unsere Volksvertreter.
Es wird höchste Zeit, dass
wir unsere Macht die nur vom Vol-
ke ausgehen kann nicht tatenlos verschenken und uns mit einer
diktatorischen Demokratie abfinden und zufrieden geben.
Nein, wir müssen endlich
den Personen, die sich zur Wahl stellen klar und deutlich unseren
Wählerwillen zum Ausdruck bringen. Es muss ein Ende finden,
dass Gesetze verabschie-
det werden, die sich meist gegen den Wählerwillen stellen
und die Lebensbedingungen immer weiter verschlechtern.
Wir wollen Leben, nicht im Überfluss
aber in einer geordneten Harmonie mit einer gewissen Sicherheit
für unseren beschei-
denen Lebensunterhalt das Geld verdienen zu können, ohne
schamlos ausgebeutet zu werden.
Diese gewünschte Lebensqualität
ist für alle erreichbar und eigentlich in unserer Verfassung
gesetzlich verankert, wir müssen sie mit Nachdruck einfordern.
Wir wollen
endlich ohne Ängste und unnötigen Stress dem Leben
einen Sinn geben!
Packen wir´s an, trauen wir uns was zu, das stärkt
auch das Selbstbewusstsein und gibt uns unsere Würde wieder.