Der Fall von
Frau Maier!
Von Edward Grossmann
Hier ein klassischer
Fall, wie Menschen in diesem Staat
täglich unter nicht zumutbaren Schikanen zu leiden haben
und mit allen Mitteln daran gehindert werden können, mit
eigener Arbeit für sich selber sorgen zu wollen.
An die
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Herr Margiecoc
Betrifft Frau Maier Versicherungs-Nr.
XX XXXXX X XXX
Guten Tag Herr Margiecoc !
Ich schreibe hier im Auftrag
von Frau Maier, die sich in dieser Angelegenheit nicht ausreichend
zur Wehr setzen kann.
Es geht um den Betrag der noch
zu zahlenden Renten-
versicherung aus der Ich-AG Zeit.
Sie haben schon in diesem Zusammenhang
in einem Schreiben den Hinweis bekommen, dass Frau Maier nicht
in der Lage ist, hier Zahlungen auch in Raten zu überweisen.
Frau Maier lebt wie so viele
in Deutschland von der Hand in den Mund und hat erneut im Dezember
2006 die EV beim Ober-
gerichtsvollzieher Herr XXXX in XXXXX abgeben müssen.
Nun haben auch
Sie den Gerichtsvollzieher beauftragt das Geld einzutreiben,
natürlich ohne Erfolg, da wo nichts ist, auch nichts zu
holen ist.
Frau Maier konnte ihre Selbstständigkeit
nach Beendung der ICH-AG nicht weiter aufrecht erhalten. Der
Grund dafür ist eig-
entlich einleuchtend und eine Riesen Schande in unserem so genannten
Rechtsstaat.
Putzen wird als Handwerk eingestuft
und somit sind Beiträ-
ge zu zahlen an die Handwerkskammer gesetzlich bestimmt. Außerdem
müssen Handwerker Pflichtbeiträge in die Rente einzahlen.
Wenn aber putzen
ein Handwerk ist, dann muss diese Arbeit auch mit einem Handwerkslohn
vergütet werden.
Z.B. Ein Flaschner soll sich
um einen tropfenden Wasserhahn bei einem Kunden kümmern.
Der Flaschner fährt also zum Kunden, repariert den Wasser-
hahn und stellt für seine Arbeit: 1,5 Stunden Fahrt und
Re-
paratur eine Rechnung von mindestens 60,- EUR, wenn nicht mehr.
Eine Putzfrau
selbstständig, wie Frau Maier konnte gerade mal zwischen
9 - 10.- EUR die Stunde abrechnen, natürlich ohne Fahrzeit,
mehr waren die Kunden nicht bereit zu zahlen.
Um weiterhin selbstständig
bleiben zu können, hätte Frau Mai-
er pro Monat mehr als 250 Stunden Putzen zur Abrechnung bringen
müssen, um überhaupt für alle Unkosten aufkommen
zu können. Ich bin gespannt, ob von Frau Maier dieser Stun-
deeinsatz pro Monat gesetzlich abverlangt werden kann.
Zur Zeit bemüht sich Frau
Maier in einer Gasstätte um eine Anstellung für 401,-
EUR Brutto, damit sie Krankenversichert ist.
Angeboten
wurde zuerst 3,- EUR die Stunde, das sei ja
zur Zeit der übliche Stundensatz laut Steuerberater.
Geeinigt hat man sich mal auf
8,- EUR die Stunde. Wir wer-
den also sehen, ob es hier zur einer dauerhaften Anstellung kommen
wird.
Der Gerichtsvollzieher hatte
Frau Maier darauf hingewiesen,
Sie von der gegenwärtigen Situation der Zahlungsunfähigkeit
in Kenntnis zu setzen, damit eine Lohnpfändung erst gar
nicht in Erwägung gezogen wird. Sollte trotzdem eine Lohnpfändung
vorgenommen werden, besteht leider die Gefahr, dass Frau Maier
wieder mal wegen Lohnpfändung ihre Arbeit verliert und dann
nur sich Arbeitslos melden kann.
Was für ein kontraproduktiver
bürokratischer Staat, der den Menschen in der 2. Klasse
die Menschenwürde mit schwach-
sinnigen Entscheidungen raubt und ins Elend stürzt.
Ich bitte Frau Maier den ausstehenden
Betrag solange zu Stunden, bis Frau Maier finanziell in der Lage
ist, auch Kleinstraten, 10,- EUR pro Monat, zahlen zu können.
Wenn Menschen
in Not so vom Staat in die Enge getrieben werden, verschlechtern
sich die Bedingungen, überhaupt das Rentenalter zu erreichen.
Dieser Fall von Frau Maier wird
von mir mit Namenänderung als Paradebeispiel bei:
Mensch trau´ Dich unter der Seite "Rentenlüge"
veröffentlicht.
Das ist ja kein
Einzelfall und ist im öffentlichen Interesse, da-
mit sich Menschen trauen und Mut aufbringen, sich diesen täg-
lichen Ungerechtigkeiten und Schikanen mit allen Mitteln zur
Wehr zu setzen.
Überlegen Sie sich sehr
gut, was Sie als Antwort Frau Maier anbieten, da auch Ihre Antwort
hier bei der "Rentenlüge" ver-
öffentlicht wird.
Mit freundlichen grüßen
aus der Mensch trau´ Dich Zentrale
Edward Grossmann
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