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Auch die Deutschen haben ein Recht auf Mindestlohn!

von Edward Grossmann, eine offene E-Mail an die Bundeskanzlerin

Guten Tag Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel!

Eine große Zahl der Bürger in Deutschland, die schon für 2-7 EUR die Stunde ausgebeutet werden, Zwangsarbeit eigentlich leisten, können nicht verstehen, warum Sie Frau Bundes-
kanzlerin den Mindestlohn rigoros blockieren.

Die meisten EU Staaten haben schon länger einen Mindestlohn eingeführt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch in der großen Koalition ist Ihr Partner endlich für einen Mindest-
lohn und ich bin überzeugt, dass auch viele Ihrer politischen Anhänger sich für einen Mindestlohn aussprechen würden, wenn ja die auch die Chefin, die Bundeskanzlerin dafür währe.

Ihre Blockade ist für Deutschland ein schwerwiegendes
Problem, wird nicht verstanden und auch von den Be-
troffenen nicht akzeptiert.


Hier stellt sich die Frage: Zu welchem Wohle des Volksanteils haben Sie eigentlich den Schwur geleistet? Bestimmt nicht für die Mehrzahl der Bürger, eher für die mächtigen Arbeitgeber und Profitgewinnler.

Das sind aber Minderheiten, wenn es um Wählerstimmen geht, die bei einer Bundestagswahl ihre Stimmen abgeben. Der Ver-
dacht, dass einige Politiker in erster Hinsicht mit dem Kapital Vereinbarungen gegen das Volk treffen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Interessant währe es auch, von welchen Beratern Sie Frau Bundeskanzlerin umgeben sind. Berater die sicher in erster Linie die eigene Lobby vertreten und es ist schon zu offen-
sichtlich, wie in gewissen Etagen die Joker untereinander
verteilt werden.

Was können wir Bürger tun, wenn wir nicht mit dieser Politik, die nur die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter vergrößert, zufrieden sind. Warten bis zur nächsten Bundes-
tagswahl und sich wieder einmal von hochtrabenden Ver-
sprechungen blenden lassen, ist absolut keine Lösung.

Was auch besonders unverständlich ist, ist die Tatsache,
dass Sie ja aus den neuen Bundesländern kommen und eher mit diesen Menschen geeinigt sein sollten. Auch an einer christlichen Erziehung im Elternhaus hat es nicht gemangelt, was macht Sie also so Kalt gegenüber Menschen, die nicht mehr von der Arbeit, selbst bei mehr als 50 Stunden pro Woche Leben können. Schlägt hier eher ein kalter Stein, statt einem warmherzigen Herz in der Brust unserer Bundeskanzlerin?


Solche Fragen stellen sich, wenn man objektiv und mit ethischer Vernunft die Blockade für einen Mindestlohn Ihrer-
seits und einiger Ihrer Gefolgsleute betrachtet.

Die jetzige große Koalition hat mit dem Stimmenübergewicht einmalig die Möglichkeit mit vernünftigen Rahmenbedingungen für eine wirkliche sozial ausgewogene Gesellschaft in Deutsch-
land die Weichen zu stellen. Doch was passiert? Außer Streitereien, wer das beste Konzept hat, Streitereien die viel
Zeit und Energie kosten, nicht viel- nicht viel positives- leider.


Der Rückgang der Arbeitslosen und die Super Gewinne an der Börse wird uns Bürgern als positive Trendwende über die Medien verkauft. Was für ein Trugschluss, wenn zwar aus den Statistiken die Arbeitslosen gestrichen werden, die aber kaum noch von der Arbeit überleben können, geschweige was Sie Frau Bundeskanzlerin als LEBEN verstehen!

Vor einiger Zeit ist mir auch ein Bericht in die Hände gekom-
men, nachdem Sie Frau Bundeskanzlerin und Edmund Steu-
ber den Tagessatz ( 3,79 für Essen und Trinken) für Hartz IV Personen um 25% gerne kürzen würden, damit diese in unse-
rer z.T. sehr reichen Gesellschaft, armen Menschen ohne Lob-
by für noch weniger eine Arbeit aufnehmen.

ZWANGSARBEIT!

Arbeit macht frei, so war es schon in Ausschwitz zu lesen-
sind wir wieder an diesem Punkt angekommen?

Versuchen Sie doch mal vom Lohn einer Friseuren besonders
in den neuen Bundesländern, Ihrer Heimat zu überleben- es würde kaum für eine Woche reichen, geschweige von dem
Geld die normalen Ausgaben wie Miete, Nebenkosten usw. auch noch zu zahlen.

Sind Sie Frau Bundeskanzlerin der Meinung, die Mehrzahl in Deutschland ist mit Ihrer Politik
zufrieden?


Als ich 2005 auf der Insel Rügen war, sind mir Wahlplakate, die Sie abbilden aufgefallen, die eher den Unmut der Bürger und das in Ihrer Heimat, zum Ausdruck brachten- siehe die Fotos:

 


Fotos Edward Grossmann 9/2005 auf Rügen

Kombilohn, 1 EUR Jobs und Zeitarbeit ist sicher die schlech-
teste Lösung und eher ein Mittel, den nicht leidenden Arbeit-
gebern die Gewinne weiter zu vergrößern. Wer sollte auch
noch normale Löhne zahlen, wenn so ein verlockendes Ang-
bot von der Regierung präsentiert wird. Die Aktienkurse zeigen doch ganz deutlich, wer in Deutschland noch wirklich Geld verdient und das schändlicher Weise durch Ausbeutung an denen, die die eigentliche Arbeit leisten!


Sind Sie Frau Bundeskanzlerin eigentlich erpressbar und haben Sie Angst, die Arbeitgeber verlassen alle das gelobte reiche Deutschland, nur weil die nicht mehr Reallöhne zahlen wollen?

Erpressbar zu sein ist eigentlich der Anfang vom Ende und kann von uns Bürgern nicht hingenommen werden. So wie auch die zunehmenden Zwangsarbeiter Methoden in Deutschland mit trauriger Vergangenheit in Sachen "ZWANGSARBEIT" , eher eine Schande ist.

Wie können wir Bürger Ihnen Frau Bundeskanzlerin helfen, damit sie nicht zur größeren Schieflage zwischen Arm und Reich einen stetigen Beitrag in Ihrer Amtszeit leisten. Ein Weg währe es sicher, wenn Sie die Bereitschaft entwickeln, auf die Stimmen im Volk aufmerksamer zu hören. Ihnen helfen ist natürlich besser und positiver, als nur permanent zu meckern und zu Verurteilen.

Wir Bürger können Sie Frau Bundeskanzlerin nur in großer
Zahl ermahnen, endlich mit Ihrem Koalitionspartner einen gesetzlichen Mindestlohn zu vereinbaren und das nicht unter 7,50 die Stunde. Dieser Stundensatz reicht zwar auch nicht zum vernünftigen Leben im teuren Deutschland, aber wenig-
stens zum Überleben. Des weiteren müssen die Menschen,
die in Ballungsgebieten wohnen und astronomische Mieten
zu zahlen haben, zusätzlich einen Mietzuschlag erhalten.

Wer außerdem in seinem Leben nur mit Niedrigstlohn
bezahlt wurde, kann von der zu erwartenden Rente nicht
Leben und kann auch nichts fürs Alter Sparen. Das sind
die schlechtesten Aussichten für Menschen, denen es
nicht vergönnt ist, ihr Leben auf der Sonnenseite zu
gestalten.


Eigentlich müsste das "CHRISTLICHE" in Ihrer Partei gestri-
chen werden, das es nicht der Realität entspricht und sicht-
bar einen immer größeren Personenkreis in Deutschland in
die totale Armut führt. Das ist keine christliche Partei, die
viele Menschen wegen der nicht zu bremsenden Profitgier in zunehmende Armut und Resignation abgleiten lässt!

Frau Bundeskanzlerin, ich kann als Bürger, der für viele Bürger in Deutschland hier auf die Verabschiedung zu einem Mindest-
lohn die Forderung stellt, nur raten, hier nicht mehr abzublocken und mit dem Koalitionspartner endlich für die betroffenen Bürger einen anständigen Lohn als Gesetz zu verabschieden.

Zeigen Sie endlich Mut und Bereitschaft für ein Um-
denken und Zugeständnis, mit der Blockade für einen Mindestlohn falsch gelegen zu haben. Jeder Mensch
kann Fehler eingestehen und wird dadurch nur an Menschlichkeit und Größe gewinnen.


Damit mein offener Brief, meine E-Mail zusätzlich an Gewicht gewinnt, werde ich versuchen, Menschen zu gewinnen, die in Deutschland über viel Einfluss verfügen, diesen E-Mail Inhalt auch an Sie zu senden und damit helfen, Ihnen das Umden-
ken zu erleichtern.

Außerdem bitte ich alle Leser meiner Initiative "Mensch trau
Dich" , sich daran zu beteiligen und diese Forderung nach
einen Mindestlohn Ihnen per E-Mail auch zukommen zu
lassen.

Wenn in Deutschland weiterhin die Armut größer wird, wenn immer mehr Menschen keine oder eine sehr schlecht bezahlte Arbeit annehmen müssen, wird der soziale Frieden kippen und das wahrscheinlich mit Gewalt verbundenen Aktionen.

Das wollen wir Menschen die gegen jede Gewalt als
letztes Mittel sind mit friedlichen Mitteln vermeiden!


Wie schon in meinem letzten Bericht angedeutet, müssen wir von Vernunft geprägten Bürger uns in großen Scharen regel-
mäßig treffen, z.B. vor den Rathäusern, um eine starke globale Solidarität aufzubauen. Damit werden die notwendigen For-
derungen an Politik und Wirtschaft endlich an Gewicht zum Einlenken gewinnen, so hoffe ich.

Den Generalstreik, wie von VERDI gefordert, als letztes Druckmittel sollten wir wenn möglich der Vernunft wegen vermeiden, aber nicht ausschließen!

Wir alle hoffen Frau Bundeskanzlerin, dass dieser Appell an
Sie nicht spurlos abgleitet und Sie sich einen positiven Ruck geben, auch wenn das die PROFITGEWINNER ärgern wird!

Wir sind doch das Volk und viele haben Sie gewählt,
damit Sie die Interessen der breiten Bevölkerungs-
schicht mit Ihrer Politik gerecht werden!


Einen lieben Gruß aus der Mensch trau Dich Zentrale von

Edward Grossmann

Gesendet per E-Mail am 22. Juni an Frau Bundeskanz-
lerin Frau Dr. Angela Merkel

Achtung! Wer diesen Inhalt auch an die Bundeskanz-
lerin schicken will, diese E-Mail Adresse verwenden!

Briefanschrift:
Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

E-Mail Kontakt über Homepage:
http://www.angela-merkel.de

An die hier aufgeführten Personen und Verbände wird diese E-Mail auch gesendet:

Personen aus Politik, Kirche und andere Personen:
Bundespräsident Horst Köhler
Heiner Geisler EX-Minister der CDU
Franz Müntefering
Guido Westerwelle
Claudia Roth
Renate Künast
Reinhard Bütikofer
Oskar Lafontaine
Lothar Bisky
Gregor Gysi
Ulrich Maurer
Bischof Dr. Wolfgang Huber
Kardinal Karl Lehmann
Günter Grass
Marianne Koch
Thomas Friz
Herbert Grönemayer
Konstantin Wecker
Tobias Pflueger
Daniela Dahn
Johannes B. Kerner
Sabine Christiansen
Maybritt Illner
Thomas Gottschalk




Gewerkschaften und Verbände:
IG Metall
IG Medien
ÖTV
VER.DI
CGB

ATTAC
Der Standard
LABOUR NET


Caritas
DRK


Medien:
Der Spiegel
Focus
Stern
FAZ
Berliner Morgenpost
Die Zeit
Bild Bildzeitung
ARD
ZDF

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Es werden noch weitere Verbände und Personen dazu kommen!

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Nachricht von der Bundesgeschäftsstelle der CDU
per E-Mail am 26. Juni 2007

Sehr geehrter Herr Grossmann,

haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben vom 22. Juni zur Einführung
eines Mindestlohns. Die CDU hatte in den Verhandlungen mit der SPD
über Mindestlohn drei Zielsetzungen: Lohndumping in Deutschland zu verhindern, die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie zu schützen
und zugleich Arbeitsplätze zu erhalten.

Mit dem im Koalitionsausschuss gefundenen Kompromiss ist es gelungen, alle drei Ziele zu erreichen.

So haben wir eine Regelung gefunden, dass in Deutschland eine faire Bezahlung gesichert bleibt. Wir wissen, dass der Wettbewerb in Europa in den vergangenen Jahren auch bei den Löhnen intensiver geworden ist. Insbesondere im Niedriglohnbereich hat die Gefahr von sozialen Verwerfungen durch ausländische Arbeitnehmer, die nach den Bedingungen der Herkunftsländer entlohnt werden, zugenommen. Um darauf angemessen reagieren zu können, ermöglichen wir es unter eng definierten Bedingungen, dass die untersten Tariflöhne in einzelnen Branchen für deutsche wie für ausländische Beschäftigte verbindlich festgeschrieben werden (so genannte Erweiterung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes). Damit wird Lohndumping wirksam verhindert. Gerne hätten wir darüber hinaus auch „sittenwidrige Löhne“ verboten. Nach geltender Rechtssprechung besteht bereits heute immer dann ein auffälliges M issverhältnis zwischen Arbeitsleistung und Arbeitslohn, wenn Löhne ein Drittel unter dem geltenden Tarifvertrag bzw. ortsüblichen Vergleichslohn einer Branche liegen. Das war mit der SPD leider nicht möglich.

In Branchen, in denen es keine Tarifverträge gibt oder Tarifverträge nur eine schwache Wirkung zeigen, erhalten Gewerkschaften und Arbeitgeber darüber hinaus die Möglichkeit, für ihre Branche und/oder die jeweilige Region besondere Lohnuntergrenzen vorzuschlagen. Diese Vorschläge kann die Bundesregierung für verbindlich erklären und auf ausländische Arbeitnehmer erstrecken. Mit dieser Regelung wird ein altes Gesetz aus der Zeit von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard neu gefasst (so genanntes Mindestarbeitsbedingungsgesetz) und die Gestaltungskraft von Gewerkschaften und Arbeitgebern nachdrücklich gestärkt. Sie können erstmals auch rechtlich für ganz Deutschland ihre Aufgabe wahrnehmen, Lohn- und Arbeitsbedingungen festzulegen. Anstelle von staatlichen Zwangs-Eingriffen in die Lohnfindung setzen wir auf im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie. Die Festlegung von Löhnen bleibt in erster Linie Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgebern und nicht der Politik.

Warum hat die CDU der Einführung eines generellen einheitlichen Mindestlohns nicht zugestimmt, sondern sich auf diese Einzelregelungen beschränkt?

Seriöse wissenschaftliche Berechnungen haben nachgewiesen, dass eine deutschlandweite Zwangsregelung 600.000 Arbeitsplätze unmittelbar und weitere hunderttausend mittelbar gefährden würde. Das entspräche in etwa dem Rückgang der Arbeitslosigkeit im gesamten letzten Jahr! Deshalb ist die Verhinderung des einheitlichen, flächendeckenden Mindestlohns ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten und Arbeitsuchenden in Deutschland.

Die CDU ist davon überzeugt, dass ein einheitlicher, flächendeckender Mindestlohn der Vielfalt der Arbeitsverhältnisse in Deutschland nicht entspricht. Die Situation in Frankfurt an der Oder ist anders als in Frankfurt am Main, die Bedingungen in München und Kiel sind nicht vergleichbar. Ein pauschaler gesetzlicher Mindestlohn nimmt keine Rücksicht auf die jeweilige Situation einer Branche oder eines Ortes. Die Ausgangssituation für einen Friseur in Frankfurt an der Oder ist eine andere als die für einen Friseur in Frankfurt am Main: Wenn ein Friseurmeister zwei Angestellte zu einem Stundenlohn von rd. vier Euro beschäftigt und ein Mindestlohn von 7,50 Euro eingeführt würde, dann müsste entweder der Haarschnitt fast doppelt so viel kosten wie heute oder der Meister müsste bei gleichbleibenden Preisen für die Kunden früher oder später einen seiner Angestellten entlassen.

Es ist richtig, dass in 20 der 27 EU-Länder ein gesetzlicher Mindestlohn gilt. Dieser Mindestlohn schwankt allerdings zwischen knapp 80 und 1.500 Euro im Monat. Der deutsche Arbeitsmarkt unterscheidet sich von diesen Ländern durch einen starken Kündigungsschutz und durch ein ausgeprägtes Tarifrecht. Beides schützt die Rechte der Arbeitnehmer im besonderen Maße, würde aber zusammen mit einem zusätzlich eingeführten flächendeckenden Mindestlohn zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt, wie die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich eindringlich gezeigt hat.

Wir wollen die Arbeitslosigkeit überwinden. Alle Menschen in unserem Land müssen die Chancen auf einen Arbeitsplatz haben. Es gilt, die positive Entwicklung des vergangenen Jahres zu stärken. Deshalb unterstützen wir das, was mehr Arbeitsplätze schafft. Regelungen, die bestehende Arbeitsplätze gefährden oder die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse erschweren, lehnen wir im Sinne der Arbeitssuchenden ebenso ab wie Billiglöhne und Ausbeutung in bestehenden Arbeitsverhältnissen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Überzeugungen der CDU zum Thema 'Mindestlohn' näherbringen.

Mit freundlichen Grüßen zur trau-Dich-Zentrale

Gerrit Senger
CDU Bundesgeschäftsstelle
Team Bürgerservice

Stellungsnahme von Edward Grossmann am 26. Juni 2006

Guten Tag Herr Gerrit Senger!


Vielen Dank für die rasche Antwort, obwohl die Ausführung und Erläuterung zum Thema Mindestlohn für die betroffenen Menschen überhaupt nicht akzeptabel ist.

Sie schrieben: So haben wir eine Regelung gefunden, dass in Deutschland eine faire Bezahlung gesichert bleibt.

Was ist eine faire Bezahlung, die als gesichert gilt? Eine Bezahlung, von der man in Deutschland vielleicht mit 340 Stunden Arbeit pro Monat einigermaßen sein Leben gestalten kann. Aber was für ein Leben, wenn an 7 Tagen in der Woche mindestens 12 Stunden gearbeitet werden muss- von Leben im Sinne Leben kann hier nicht gesprochen werden.

So lange Menschen gezwungen werden können, für weniger als 10,- EUR pro Stunde im teuren Deutschland zu arbeiten, so lange werden diese Menschen kaum das Geld für ein menschenwürdiges Leben mit normalen Arbeitszeiten verdienen können. Was sind normale Arbeitszeiten? Sicher keine 40 Stundenwoche, wo dazu bei vielen Menschen noch pro Tag oft mehr als 2 Stunden Fahrtzeiten zu Arbeit dazukommen.

Oft hört man von den Politikern: Wer nicht Qualifiziert ist, kann nicht erwarten für seine Arbeit einen anständigen (überhöhten) Lohn zu fordern, schon gar nicht, wenn aus den EU Staaten andere ja für 2 EUR aufwärts diese Arbeiten annehmen. Nur Leben diese Menschen meist nicht in Deutschland, wo die Mieten schon für Rattenlöcher mehr als 300.- EUR kalt im Monat kosten. Wo die Nebenkosten pro Monat oft mehr als die Miete direkt ausmacht. Warum soll ein Mensch, der nicht in der 1. Klasse der Gesellschaft geboren wurde, der keine Möglichkeit hatte, angeborene Talente auszubauen und sein Dasein auf der Schattenseite der Gesellschaft fristen muss, warum soll dieser Mensch in einem Rattenloch wohnen, wo schon die Wohnadresse kaum eine Anstellung zulässt, weil Arbeitgeber sofort abblocken.

Was soll eigentlich der Standort bei der Mindestlohn Debatte für Unterschiede machen? Kostet der Bus, die Bahn oder das Benzin in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich? Selbst die Mieten auf dem Lande sind gerade für kleine Wohnungen dramatisch gestiegen, weil die Besitzer kein Interesse haben, für weniger als 250-350 EUR zu vermieten.

Das Leben ist in Deutschland im Gegensatz zu den anderen EU Staaten mit Niedriglohn nicht bezahlbar. Deswegen sollten alle Menschen, wenn sie 40 Stunden in der Woche arbeiten, oft eine Arbeit, die die "feine Gesellschaft" nie ausüben würde, eine angemessene Bezahlung erwarten können.

Ihre Ausführungen Herr Senger sind für die betroffenen Menschen in keiner Weise akzeptabel und hinnehmbar! Wenn immer mehr Geld mit nichts tun verdient wird, in dem dieser Personenkreis, der nicht selten mit Aus-
beutung in Höchstkultur, sein Vermögen ergaunert hat und nun an der Börse die Arbeitnehmer noch mehr ausbeutet, dann ist das mit Recht nicht zu akzeptieren!

Wir Bürger müssen unseren Politikern, solange ins Kreuz
steigen, bis sie ihren Verpflichtungen, zum Wohle des
ganzen Volkes nachkommen!


Wir haben keine Wirtschaftsbosse gewählt, von denen viele des Profits wegen, sogar über Leichen gehen und die Menschenrechte nur für sich in Anspruch nehmen, wir haben Volksvertreter gewählt, die für das Volk, nicht für die Reichen die Weichen zu stellen haben- das muss mal ganz deutlich ausgesprochen werden.

Ich weiß nicht was Sie Herr Senger für Ihr Aufgabengebiet bei der Bundesgeschäftsstelle der CDU verdienen, aber ich gehe mal davon aus, Sie können Ihren "bescheidenen" Lebensstandard ohne Probleme finanzieren.

Wenn Sie Schreiben: Wir wollen Arbeitslosigkeit überwinden, das aber nur zu Gunsten des Kapitals geschieht und immer zur größeren Ausbeutung führt, kann das nur als Zwangsarbeit betitelt werden.

Wenn ich schon lese in Ihrer E-Mail :

"Seriöse wissenschaftliche Berechnungen haben nachgewiesen, dass eine deutschlandweite Zwangsregelung 600.000 Arbeitsplätze unmittelbar und weitere hunderttausend mittelbar gefährden würde", frage ich mich, welche seriösen Personen das wohl waren. Womöglich ein Arbeitgeber
Präsident?

Wer auf der Schattenseite steht und nur sieht, dass sein Leben nur für die Personen auf der Lichtseite menschenunwürdig ausgebeutet wird, muss das nicht als unabwendbar hinnehmen!

Die Sklaven und Knechte Zeit muss endlich abgeschafft werden, dafür muss endlich eine Globale Solidarität unter dem Volk geschaffen werden. Das wird immer schneller erreichbar sein, weil immer mehr Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr Leben können und das ÜBERLEBEN sogar in Gefahr ist.

Herr Senger, die Antwort und Darlegung der CDU für den
Mindestlohn ist ein Witz- nicht mehr!


Wenn die Bundeskanzlerin keine bessere Lösung mit den Gefolgsleuten der Koalition zustande bringt, dann wird es langsam brenzlig mit dem sozialen Frieden in Deutschland!

Die betroffenen Bürger haben für die Globale Wirtschaft und uferlose Ausbeutung kein Verständnis und fordern ihr Grundrecht ein!

DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR!

Armut und Ausgrenzung aus der Gesellschaft ist menschenunwürdig und darf mit allen gewaltfreien Mitteln bekämpft werden!

Das führt wahrscheinlich zu einem Generalstreik, wo auch die reichten Bürger im Land ihre Kloschüsseln mal selber putzen dürfen, sowie die eigene Wäsche Waschen und so weiter- Niedriglohnarbeit eben verrichten müssen!

Wenn es Menschen nicht vergönnt wird, von eigener Arbeit den Lebens-
unterhalt zu bestreiten, ausreichend in den Rententopf einzahlen zu können und nicht in der Lage sind Geld für das Alter anzusparen, dann sind diese Menschen eindeutig in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und haben nur ein Leben ohne Lebensqualität- bis zum Tod!

Herr Senger, ich hoffe dass die Verantwortlichen und dazu gehört auch die Bundeskanzlerin an besserer Einsicht gewinnen und für den notwendigen sozialen Frieden und Gerechtigkeit alles in Bewegung setzen werden.

Ich werde nicht locker lassen und mit meinen Möglichkeiten immer wieder auf diese Ungerechtigkeiten und Ausbeutung hinweisen- versuchen so vielen Menschen wie möglich für eine Globale Solidarität zu ermuntern.

Das Volk hat die Macht und die Möglichkeiten diesen
zunehmend unerträglichen Zustand nicht länger
hinnehmen zu müssen!


Bitte weiterleiten an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel.

Einen lieben Gruß aus der Mensch trau Dich Zentrale von

Edward Grossmann

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Auf meine E-Mail kam diese Antwort, mehr war
von der CDU auch nicht zu erwarten- wie auch.

Sehr geehrter Herr Grossmann,

haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihre Benachrichtigung hinsichtlich der Veröffentlichung.

Die Menschenrechte sind ein wichtiger Teil der zentralen CDU-Themen Freiheit und Sicherheit.

Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
Mit freundlichen Grüßen

Gerrit Senger
CDU Bundesgeschäftsstelle

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Das ist natürlich kein Grund für Resignation, im Gegenteil, es zeigt dass
nur immer wieder Druck auf Politiker, diese Politiker sich des Volkes, die
nicht alles hinnehmen immer wieder bewust werden.

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Recht auf Mindestlohn!

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