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AKTUELL 2006

 
Hier irrt sich Roland Berger Unternehmerberater!


von Edward Grossmann

Eine offene E-Mail an Roland Berger:


Guten Tag Herr Berger!


Ihr Auftritt am Sonntag bei Sabine Christiansen hat mal wieder gezeigt, wo es auch in Zukunft in Deutschland langgehen soll.
Die Sendung mit S. Christiansen ist ja mehr als umstritten und wird schon von vielen politisch interessierten Personen immer mehr gemieden.

Auch für mich ist meist der Ablauf der Sendung eher mit Frust verbunden. Nach dem ich aber bei der ARD nachgehakt hatte und erfuhr: Frau S. Christiansen hat sich nach dem Manuskript des ARD-Teams zu richten, bleibt ja kaum für eigene Ansichten ein Spielraum. Wenn Moderatoren nur nach Pflichtheft Fragen stellen können und spontane eigene Entscheidungen nicht fällen können, ist das kein Manko für die Moderatorin S. Christiansen.
Sie hat Ihnen Herr Berger mit großer Deutlichkeit auf die Schieflage der Löhne hingewiesen, auf die Sie, wie war es auch nur zu erwarten mit den üblichen Phrasen geantwortet haben. Nicht verwunderlich, weil Sie ja auch die Unternehmer vertreten, an denen Sie mit Ihrem Wissen und Tricks sicher ein gutes Einkommen erwirtschaften.


Wenn also in den Unternehmer der oberen Stufen Lohnzu-
wächse in 2 stelliger Höhe noch auf schon weit überzogenen Gehälter drauf gepackt wird und der kleine Lohnabhängige darf um 1-2 % Lohnzuwachs mit aller Macht kämpfen, dann ist das Herr Berger pure Ausbeutung der Lohnabhängigen mit staat-
lichem hinwegsehen für diese Ungerechtigkeiten.

Herr Berger, Ihre Einstellung zur Masse des Volkes ist eher beleidigend und Ihre Äußerung: "Die Mager würden ja alle eine hervorragende Arbeit leisten und die Millionen jedes Jahr hart erarbeiten, die sie bekommen, ist glatter Unsinn und eine Lüge. Sie wissen es und ich weiß es und viele Bürger im Land wissen es auch. Warum also so einen Schwachsinn verbreiten, wenn e s nicht in erster Linie um eine Globale Ausbeutung geht.

Wir müssen uns mal verdeutlichen, dass es die vielen
fleißigen Lohnabhängigen sind, die den Unternehmern
zu ihrem Reichtum verholfen haben, nicht umgekehrt!


Wegen Ihnen und solchen Firmenbossen, Großaktionären und Managern wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer, dass ist schon als kriminell zu bezeichnen und hat mit Ethik und Vernunft nichts mehr zu tun.

Kein Wunder, wenn im Land der Unmut stetig zunimmt, wenn diejenigen denen man noch eine Arbeit gibt, auf Grund von Stress jeglichen Lebensmut verlieren und nicht selten durch Krankheiten für immer den Arbeitsplatz verlieren.

Die Politiker werden wieder einmal die Unternehmersteuern der oberen Unternehmer senken und glauben tatsächlich an den Weihnachtsmann oder lieben Gott, wenn sie der Meinung sind: "Jetzt werden die Unternehmer mehr Arbeitsplätze schaffen, so blauäugig war auch ein Gerhard Schröder oder tat nur so, um sich für die Zeit nach seiner Kanzler Kariere den Weg für mehr Gewinn ebenen zu können.

Aber Herr Berger, die Generation, die sich noch einschüchtern hat lassen, die stirbt aus und die nächste Generation sieht keinen Sinn als fleißige Biene sich ausbeuten zu lassen und auf dem Sinn des Lebens für immer zu verzichten.

Herr Berger, Sie und Ihres Gleichen werden in Zukunft mit immer mehr Widerstand zu Rechnen haben und sind unter Umständen auch für evtl. Gewaltakte der zornigen Bürger mit verantwortlich.

Wer glaubt, er könne ohne Rücksicht auf Verluste
Menschen zunehmend ausbeuten, der irrt sich, so wie
Sie Herr Berger.


Was sich die Menschen von einem Roland Berger wünschen, ist hier schnell erklärt:


Versuchen Sie nicht nur für Ihre Auftraggeber die Gewinne in astronomische Höhen zu treiben, denken Sie immer daran, dass Lohnabhängige die eigentliche Arbeit nicht immer zu den besten Arbeitsbedingungen erbringen. Ohne die Arbeiter (fleißigen Bienen) gebe es keine Reichen die nicht selten überhaupt wissen, wie schwer das Leben für diese Lohn-
abhängigen meist ist.

Wenn Sie den Menschen im Land und den Politikern drohen, dass bei einem Mindestlohn die großen Firmen Deutschland den Rücken zukehren werden, dann sei Ihnen allen gesagt:
"Geht doch Ihr großen Manager und andere Ausbeuter, wo hin Ihr wollt, Sie mit eingeschlossen!

Aber die Fabriken und Maschinen, für die die Arbeiter geschuftet haben für eher Taschengeld, die bleiben hier. Dann können die Menschen arbeiten und bekommen endlich den verdienten Lohn.

Wer als Großaktionär und sicher werden auch Sie Ihr Insider-
wissen an der Börse entsprechend zu Ihren Gunsten nutzen, mit purem Nichtstun (Nur angehäuftes Kapital verleihen) zu noch größerem Reichtum kommen, ist der größte kriminelle Betrug an den Lohnabhängigen.

So Herr Berger, dass musste alles mal Ihnen gesagt
werden und ich schreibe im Namen der Mehrheit der
Bürger in Deutschland.


Vielleicht regt es doch zum Nachdenken an, da steigender finanzieller Gewinn nicht selten das Bewusstsein für Vernunft, Ethik und Menschlichkeit über das Maß hinaus trübt.

Im Grunde sind Sie Herr Berger ein netter Typ, mit dem man ohne weiteres gerne mal ein Bier trinken würde und über so manches Diskutieren, wenn da nicht leider noch zu Zeit ein fragwürdiger Charakter diesem Wunsch entgegen stehen würde.

Trotzdem!

Einen lieben Gruß aus der Mensch trau Dich Zentrale von

Edward Grossmann

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