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Informationen und Nachrichten der Partner
von
MENSCH TRAU´ DICH!




gesammelt von Edward Grossmann

Auf dieser Seite werden in Zukunft wichtige Informationen der Partner veröffentlicht werden, damit die Leser meiner Websites noch effizienter die eigene Meinung über das politische Geschehen sich bilden können.

Jeder kann mitmachen und sich beteiligen, wenn es um wichtige Informationen für ein besseres und sozialeres
Miteinander in Deutschland geht.

Ich würde mich freuen, wenn viele von diesem Angebot sich inspirieren lassen und per E-Mail mir die Berichte zum Veröffentlichen zusenden.


Von Dieter Krogmann am 26.10.2010


Hallo,
ich möchte Euch einen Brief von Prof. J. Heinrichs weiterleiten, den ich für sehr bemerkenswert
halte. Hierin sehe ich Möglichkeiten, die zur Zeit innerhalb unserer Gesellschaften erwachende
zunehmend kritische Haltung gegen die etablierten Systeme, in demokratischer Weise,
zielgerichtet zu organisieren.

Ich bitte darum, diesen Brief innerhalb Eurer Verteiler weiterzuleiten. Vielleicht kann hieraus
ja grundsätzlich das Fundament für eine breite, politisch offene, Volksbewegung geschaffen
werden. Die Zeit scheint mir hierfür reif zu sein! Das Ziel muß die Schweißnaht für
den Zusammenhalt der Mehrheit sein!

Herzliche Grüße
Dieter Krogmann
www.denkfabrik-info.de

Am 23.10.2010 16:29, schrieb Rudolf Kuhr:

weitergeleitet
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Kuhr

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Viergliederung
Gesendet: Samstag, 23. Oktober 2010 15:19
Betreff: nach Astana/Die Zeit ist reifer geworden!

Lieber Sancho,
ich komme zurück von Astana/Kasachstan. In der aufwendigen Gesamtkonferenz "World Forum of Spiritual Cultures" in der glanzvollen neuen Hauptstadt Astana viel Blabla. Der Brückenschlag zum russischen Sprachbereich ist dort im Ganzen keineswegs gelungen, auch wenn und gerade weil ganz prominente Russen wie ein allseits bekannter Sänger dabei waren. Aber untergründig und inoffiziell tat und tut sich Vieles! Zumal die russische Darina-Stiftung eine Übersetzung des Demokratiemanifestes wenigstens schon einmal elektronisch heraus gebracht hat, die immerhin in ca. 40 Kopien verbreitet wurde. Auch ist das Gorbatschow gewidmete Buch RdD jetzt endlich auf den Weg zum ihm persönlich gebracht worden, was vorher dem Verlag seinerzeit, glaube ich, nicht gelungen ist.

Die in Linz zentrierte, theosophisch ausgerichtete Gruppe "Frieden durch Kultur" will mit mir noch einmal ein Seminar machen (nach einem früheren und kleineren in Salzburg), zu dem wir dich und den einen oder anderen wahrscheinlich dann auch einladen können. Diese Gruppe von etwa 40 Aktiven hat sich längst unser Konzept zu eigen gemacht, hat aber von ihrer Tradition (Roerich-Theosophie, s. Helena u. Nikolas Roerich) andere Interessen, bei denen Kultur und Spiritualität - wie bei Steiner - nicht angemessen unterschieden und dadurch korrekt und öffentlich in Bezug gesetzt werden. Deshalb steht die regelrechte "Vereinigung" mit ihr unter dem Vorbehalt dieser Klärung. Jedenfalls tut sich etwas! Ich sende dir die kürzere meiner beiden englischen Fassungen, die ich für Astana gemacht habe. Du kannst sie bitte gern auf netz-vier.de stellen. Wenn du willst, kannst du für eine aktivere und expansivere Gestaltung dieser demnächst wohl Hilfe bekommen. Oder wir machen noch eine Website, wenn du die deine ganz in eigener Regie behalten willst.

Ich habe einen hochkarätigen, wenn auch derzeit außenseiterischen Politikberater (Christoph Hörstel, Potsdam) kennen gelernt und
für dessen Einladung nach Astana gesorgt. Er versuchte den Kontakt zum Präsidenten (war auch bis auf 7 m an ihm ran...), ist aber jetzt erst mal beim Botschafter in Berlin gelandet. Mal sehen. Er hat die innenpolitische Bedeutung und auch internationale Brisanz des Viergliederungs-Konzeptes erkannt. Für pubertäre Knabenspiele ist er allerdings nicht zu haben, wenn er sich engagieren soll. Wir müssen ebenso wie auf die gedankliche Linie auf Niveau achten oder aber diesbezüglich auf verschiedenen Ebenen spielen.

Wir sollten jedenfalls wieder aktiver und expansiver werden und sammeln!!! Die Zeit ist reifer geworden. Besondere Zielgruppe sind für mich die "im Guten verhärteten" einseitigen Direktdemokraten. Wenn z.B. D. F. auch für mich höchst schwierig ist mit seiner intellektualistischen Praxisferne, könnte er doch - bei einer Sammlung der Gruppe - seine Intelligenz konstruktiv kanalisieren. Eine politische Paranoia wie die seine möchte ich vermeiden. Er meint ja, dass damalige Leute in unserem Forum gezielt von neoliberalen Kreisen auf Destruktion angesetzt waren. Wir können wir uns aber solche gruppenpsychologischen Ausbrüche wie deinen 2006 in der Berliner Riehlstraße nicht leisten! Es muss erst einmal solide was aufgebaut werden.

Wie früher, suche ich organisatorische Talente, abgesehen von den wichtigen Internet-Fertigkeiten. Ich selbst habe nicht nur Geduld in mehrfacher Bedeutung dazu gelernt, sondern auch die Notwendigkeit klarer und rechtzeitiger Grenzziehung, wie ich sie mehrfach markant praktizieren musste gegenüber Einzelnen und Gruppen, die eigene, keine entschieden gemeinnützigen Interessen verfolgen. Natürlich auch so unaufrichtige Opportunisten vermeiden wie den damaligen Berliner Humanwirtschafts-Häuptling, der sich nach dem Wahlkampf 2006 auch bei den Humanwirtschaftlern höchst unbeliebt gemacht hat. Ich hätte damals früher die Grenze ziehen sollen oder aber hätte politisch wirksamere Hilfestellung gebraucht, als ich sie in wichtigen Momenten bekam.

Solltest du Kontakt zu Jürgen Drenkhan aus Greifswald haben, kannst du ja mal vorfühlen, ob er auch ohne jene Pastorin (die uns seinerzeit auf ein evangelisches Gleis setzen wollte) zu neuem Engagement bereit ist. Andernfalls tu ich es, auch in Richtung des Psychologen/Trainers Ulrich Kramer und seines Kreises. Da war das Programm eines Vereins-Aufbaus, jedoch durch das Nadelöhr eines Kramer-Trainings und zu fester Strukturen, was ich dann ablehnen musste. Bei dem mir gedanklich nahe stehenen Psychologen Ulrich Söder (integraldevelopment) liegt die Sache anders.

In Berlin spielt mir Thomas K. derzeit dankenswerter Weise manche Kontakte zu, doch - außer Jürgen Elsässer - meist ziemlich chaotische, nach "rechts" gefährdete. Ich gebrauche den Ausdruck "rechts" hier nur, um das unbestimmte Gebräu der Unzufriedenheit und der illusorischen Radikalität zu kennzeichnen. Wenn die Luzidität eines bestimmten, weiterführenden Programms durch die Haltung ersetzt wird, dass "wir ja alle eine andere Republik" oder gar "ein anderes Land" wollen, schrillen bei mit die Alarmglocken. Ich muss mich möglicherweise auch von ihm grundsätzlicher absetzen, nicht nur wegen der Unbestimmtheit, die er mit den zahlreichen anderen "Sammlungsbewegungen" teilt, sondern auch wegen gewisser nostalgischer Tendenzen. Die politische Situation gleicht durchaus in Manchem derjenigen am Ende der Weimarer Republik. Für illusorisch und falsch halte ich auch die anarchistische Richtung, wie sie jetzt "Ola", früher "Netzkontakte", repräsentiert. Leider findet dieser Illusionismus besonders bei vielen Frauen Anklang, die einseitig einen Aufbruch von unten wollen, ohne sich groß um Staat (wie auch um dessen Geld) zu kümmern. Die Erfahrung der Weimarer Republik, wo es tausend wunderbare Ansätze von unten (einschließlich dem des Anarchisten Silvio Gesell) gab, die dann alle gnadenlos von oben in die Bedeutungslosigkeit hinweg gefegt wurden, ist da nicht verinnerlicht, von einer allgemeinen Denkfaulheit abgesehen. (In der letzten "Tattva Viveka" habe ich einen Disput mit Ron Engert über Denken und Fühlen: "Der Geist als Widersacher der Seele?" Wer sich dafür interessiert, kann den Artikel von mir bekommen.)

Ein anderer, mein letzter Aufsatz "Die Antiquiertheit von Links und Rechts" ist vom "Merkur", wofür ich ihn gedacht hatte, bezeichnenderweise postwendend abgelehnt worden. Wahrscheinlich erscheint der nun auch in den "Lebens-t-räumen", da die große Presse sich wirklichen Neuansätzen verweigert. Darüber könnte in einer solchen Gruppe auch der erwähnte Christoph Hörstel aus seiner Erfahrung als Medienmann sprechen - wenn dieser eine anstehende Mini-Revolution in seiner Wohnungsgesellschaft hoffentlich gut hinter sich gebracht hat. Ich füge diesen Artikel auch mal an, obwohl ich noch Ergänzungen bringen will, möglicherweise auch auf Eure Rückmeldungen hin.

Mehr vielleicht bald im persönlichen Gespräch oder bei einem wohl demnächst anstehenden Gruppentreffen im Berliner Raum, etwa bei Klaus Knüpffer, Potsdam. Ich füge auch den gerade erschienen Aufsatz "Individuum, Gemeinschaft und Nation in Zeiten der 'sarrazinischen' Verwirrung" in "Lebens-t-räumen" an, in deren Leserschaft meine Sachen immer Beachtung finden. (Klaus hat zwar Korrektur gelesen, aber nachdem ich ihn schon abgeschickt hatte.) Du kannst ihn gern auf netz-vier.de stellen, im Unterschied zum Links-Rechts-Artikel. Meine alte Kritik an den Grünen und jetzt auch an den Linken: dass sie die Gemeinschafts- und Kulturbedeutung der Nationen übersehen und (wegen des geschichtlichen Missbrauchs) zu Unrecht bekämpfen, dass sie also kulturell Gewachsenes und Wertvolles im Unterschied zu den natürlichen Biotope missachten und damit an einem Grundbedürfnis der Menschen vorbeigehen. Wenn es um geschichtlichen Missbrauch ginge, müsste man zuerst alle traditionellen Religionen abschaffen...

Sehr herzliche Grüße an alle Genannten und Nichtgenannten, bis bald!
Euer Johannes



Johannes Heinrichs
Prof. f. Philosophie u. Sozialökologie
Grünlingweg 20
12351 Berlin
Telefon 030-60 93 64 58
mobil 0176-26 36 71 95 (derzeit in Astana verloren)

bis Anfang Nov. in Duisburg (0203-578 99 520)


www.johannesheinrichs.de
www.stenobooks.com/deutsch
www.netz-vier.de


 

 

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