Auf dieser
Seite werden in Zukunft wichtige Informationen der Partner veröffentlicht
werden, damit die Leser meiner Websites noch effizienter die
eigene Meinung über das politische Geschehen sich bilden
können.
Jeder kann mitmachen und sich beteiligen, wenn es um wichtige
Informationen für ein besseres und sozialeres
Miteinander in Deutschland geht.
Ich würde mich freuen, wenn viele von diesem Angebot sich
inspirieren lassen und per E-Mail mir die Berichte zum Veröffentlichen
zusenden.
Von Dieter
Krogmann am 26.10.2010
Hallo,
ich möchte Euch einen Brief von Prof. J. Heinrichs weiterleiten,
den ich für sehr bemerkenswert
halte. Hierin sehe ich Möglichkeiten, die zur Zeit innerhalb
unserer Gesellschaften erwachende
zunehmend kritische Haltung gegen die etablierten Systeme, in
demokratischer Weise,
zielgerichtet zu organisieren.
Ich bitte
darum, diesen Brief innerhalb Eurer Verteiler weiterzuleiten.
Vielleicht kann hieraus
ja grundsätzlich das Fundament für eine breite, politisch
offene, Volksbewegung geschaffen
werden. Die Zeit scheint mir hierfür reif zu sein! Das Ziel
muß die Schweißnaht für
den Zusammenhalt der Mehrheit sein!
Herzliche
Grüße
Dieter Krogmann
www.denkfabrik-info.de
Am 23.10.2010 16:29, schrieb
Rudolf Kuhr:
weitergeleitet
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Kuhr
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Viergliederung
Gesendet: Samstag, 23. Oktober 2010 15:19
Betreff: nach Astana/Die Zeit ist reifer geworden!
Lieber Sancho,
ich komme zurück von Astana/Kasachstan. In der aufwendigen
Gesamtkonferenz "World Forum of Spiritual Cultures"
in der glanzvollen neuen Hauptstadt Astana viel Blabla. Der Brückenschlag
zum russischen Sprachbereich ist dort im Ganzen keineswegs gelungen,
auch wenn und gerade weil ganz prominente Russen wie ein allseits
bekannter Sänger dabei waren. Aber untergründig und
inoffiziell tat und tut sich Vieles! Zumal die russische Darina-Stiftung
eine Übersetzung des Demokratiemanifestes wenigstens schon
einmal elektronisch heraus gebracht hat, die immerhin in ca.
40 Kopien verbreitet wurde. Auch ist das Gorbatschow gewidmete
Buch RdD jetzt endlich auf den Weg zum ihm persönlich gebracht
worden, was vorher dem Verlag seinerzeit, glaube ich, nicht gelungen
ist.
Die in Linz zentrierte, theosophisch ausgerichtete Gruppe "Frieden
durch Kultur" will mit mir noch einmal ein Seminar machen
(nach einem früheren und kleineren in Salzburg), zu dem
wir dich und den einen oder anderen wahrscheinlich dann auch
einladen können. Diese Gruppe von etwa 40 Aktiven hat sich
längst unser Konzept zu eigen gemacht, hat aber von ihrer
Tradition (Roerich-Theosophie, s. Helena u. Nikolas Roerich)
andere Interessen, bei denen Kultur und Spiritualität -
wie bei Steiner - nicht angemessen unterschieden und dadurch
korrekt und öffentlich in Bezug gesetzt werden. Deshalb
steht die regelrechte "Vereinigung" mit ihr unter dem
Vorbehalt dieser Klärung. Jedenfalls tut sich etwas! Ich
sende dir die kürzere meiner beiden englischen Fassungen,
die ich für Astana gemacht habe. Du kannst sie bitte gern
auf netz-vier.de stellen. Wenn du willst, kannst du für
eine aktivere und expansivere Gestaltung dieser demnächst
wohl Hilfe bekommen. Oder wir machen noch eine Website, wenn
du die deine ganz in eigener Regie behalten willst.
Ich habe einen hochkarätigen, wenn auch derzeit außenseiterischen
Politikberater (Christoph Hörstel, Potsdam) kennen gelernt
und
für dessen Einladung nach Astana gesorgt. Er versuchte den
Kontakt zum Präsidenten (war auch bis auf 7 m an ihm ran...),
ist aber jetzt erst mal beim Botschafter in Berlin gelandet.
Mal sehen. Er hat die innenpolitische Bedeutung und auch internationale
Brisanz des Viergliederungs-Konzeptes erkannt. Für pubertäre
Knabenspiele ist er allerdings nicht zu haben, wenn er sich engagieren
soll. Wir müssen ebenso wie auf die gedankliche Linie auf
Niveau achten oder aber diesbezüglich auf verschiedenen
Ebenen spielen.
Wir sollten jedenfalls wieder aktiver und expansiver werden und
sammeln!!! Die Zeit ist reifer geworden. Besondere Zielgruppe
sind für mich die "im Guten verhärteten"
einseitigen Direktdemokraten. Wenn z.B. D. F. auch für mich
höchst schwierig ist mit seiner intellektualistischen Praxisferne,
könnte er doch - bei einer Sammlung der Gruppe - seine Intelligenz
konstruktiv kanalisieren. Eine politische Paranoia wie die seine
möchte ich vermeiden. Er meint ja, dass damalige Leute in
unserem Forum gezielt von neoliberalen Kreisen auf Destruktion
angesetzt waren. Wir können wir uns aber solche gruppenpsychologischen
Ausbrüche wie deinen 2006 in der Berliner Riehlstraße
nicht leisten! Es muss erst einmal solide was aufgebaut werden.
Wie früher, suche ich organisatorische Talente, abgesehen
von den wichtigen Internet-Fertigkeiten. Ich selbst habe nicht
nur Geduld in mehrfacher Bedeutung dazu gelernt, sondern auch
die Notwendigkeit klarer und rechtzeitiger Grenzziehung, wie
ich sie mehrfach markant praktizieren musste gegenüber Einzelnen
und Gruppen, die eigene, keine entschieden gemeinnützigen
Interessen verfolgen. Natürlich auch so unaufrichtige Opportunisten
vermeiden wie den damaligen Berliner Humanwirtschafts-Häuptling,
der sich nach dem Wahlkampf 2006 auch bei den Humanwirtschaftlern
höchst unbeliebt gemacht hat. Ich hätte damals früher
die Grenze ziehen sollen oder aber hätte politisch wirksamere
Hilfestellung gebraucht, als ich sie in wichtigen Momenten bekam.
Solltest du Kontakt zu Jürgen Drenkhan aus Greifswald haben,
kannst du ja mal vorfühlen, ob er auch ohne jene Pastorin
(die uns seinerzeit auf ein evangelisches Gleis setzen wollte)
zu neuem Engagement bereit ist. Andernfalls tu ich es, auch in
Richtung des Psychologen/Trainers Ulrich Kramer und seines Kreises.
Da war das Programm eines Vereins-Aufbaus, jedoch durch das Nadelöhr
eines Kramer-Trainings und zu fester Strukturen, was ich dann
ablehnen musste. Bei dem mir gedanklich nahe stehenen Psychologen
Ulrich Söder (integraldevelopment) liegt die Sache anders.
In Berlin spielt mir Thomas K. derzeit dankenswerter Weise manche
Kontakte zu, doch - außer Jürgen Elsässer - meist
ziemlich chaotische, nach "rechts" gefährdete.
Ich gebrauche den Ausdruck "rechts" hier nur, um das
unbestimmte Gebräu der Unzufriedenheit und der illusorischen
Radikalität zu kennzeichnen. Wenn die Luzidität eines
bestimmten, weiterführenden Programms durch die Haltung
ersetzt wird, dass "wir ja alle eine andere Republik"
oder gar "ein anderes Land" wollen, schrillen bei mit
die Alarmglocken. Ich muss mich möglicherweise auch von
ihm grundsätzlicher absetzen, nicht nur wegen der Unbestimmtheit,
die er mit den zahlreichen anderen "Sammlungsbewegungen"
teilt, sondern auch wegen gewisser nostalgischer Tendenzen. Die
politische Situation gleicht durchaus in Manchem derjenigen am
Ende der Weimarer Republik. Für illusorisch und falsch halte
ich auch die anarchistische Richtung, wie sie jetzt "Ola",
früher "Netzkontakte", repräsentiert. Leider
findet dieser Illusionismus besonders bei vielen Frauen Anklang,
die einseitig einen Aufbruch von unten wollen, ohne sich groß
um Staat (wie auch um dessen Geld) zu kümmern. Die Erfahrung
der Weimarer Republik, wo es tausend wunderbare Ansätze
von unten (einschließlich dem des Anarchisten Silvio Gesell)
gab, die dann alle gnadenlos von oben in die Bedeutungslosigkeit
hinweg gefegt wurden, ist da nicht verinnerlicht, von einer allgemeinen
Denkfaulheit abgesehen. (In der letzten "Tattva Viveka"
habe ich einen Disput mit Ron Engert über Denken und Fühlen:
"Der Geist als Widersacher der Seele?" Wer sich dafür
interessiert, kann den Artikel von mir bekommen.)
Ein anderer, mein letzter Aufsatz "Die Antiquiertheit von
Links und Rechts" ist vom "Merkur", wofür
ich ihn gedacht hatte, bezeichnenderweise postwendend abgelehnt
worden. Wahrscheinlich erscheint der nun auch in den "Lebens-t-räumen",
da die große Presse sich wirklichen Neuansätzen verweigert.
Darüber könnte in einer solchen Gruppe auch der erwähnte
Christoph Hörstel aus seiner Erfahrung als Medienmann sprechen
- wenn dieser eine anstehende Mini-Revolution in seiner Wohnungsgesellschaft
hoffentlich gut hinter sich gebracht hat. Ich füge diesen
Artikel auch mal an, obwohl ich noch Ergänzungen bringen
will, möglicherweise auch auf Eure Rückmeldungen hin.
Mehr vielleicht bald im persönlichen Gespräch oder
bei einem wohl demnächst anstehenden Gruppentreffen im Berliner
Raum, etwa bei Klaus Knüpffer, Potsdam. Ich füge auch
den gerade erschienen Aufsatz "Individuum, Gemeinschaft
und Nation in Zeiten der 'sarrazinischen' Verwirrung" in
"Lebens-t-räumen" an, in deren Leserschaft meine
Sachen immer Beachtung finden. (Klaus hat zwar Korrektur gelesen,
aber nachdem ich ihn schon abgeschickt hatte.) Du kannst ihn
gern auf netz-vier.de stellen, im Unterschied zum Links-Rechts-Artikel.
Meine alte Kritik an den Grünen und jetzt auch an den Linken:
dass sie die Gemeinschafts- und Kulturbedeutung der Nationen
übersehen und (wegen des geschichtlichen Missbrauchs) zu
Unrecht bekämpfen, dass sie also kulturell Gewachsenes und
Wertvolles im Unterschied zu den natürlichen Biotope missachten
und damit an einem Grundbedürfnis der Menschen vorbeigehen.
Wenn es um geschichtlichen Missbrauch ginge, müsste man
zuerst alle traditionellen Religionen abschaffen...
Sehr herzliche Grüße an alle Genannten und Nichtgenannten,
bis bald!
Euer Johannes
Johannes Heinrichs
Prof. f. Philosophie u. Sozialökologie
Grünlingweg 20
12351 Berlin
Telefon 030-60 93 64 58
mobil 0176-26 36 71 95 (derzeit in Astana verloren)
bis Anfang Nov. in Duisburg (0203-578 99 520)
www.johannesheinrichs.de
www.stenobooks.com/deutsch
www.netz-vier.de
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