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Nachrichten & Infos!


gesammelt von Edward Grossmann

Aktuell vom 24.06.2008

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 Abzug der US-Atomwaffen gefordert

Nur die CDU/CSU will an »nuklearer Abschreckung« festhalten

Nach Berichten über Sicherheitsrisiken in US-Atomwaffenlagern in Europa haben Politiker aus SPD und Opposition den Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland gefordert. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte dagegen am Montag in Berlin, auf absehbare Zeit bedürfe es weiter der nuklearen Abschreckung. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte, es müsse eine glaubhafte Abschreckung geben. Dabei gehe es um Bündnisverpflichtungen, zu denen Deutschland seinen Beitrag leiste. Die Sicherheit der Waffen genieße im Bündnis »höchste Priorität«. CDU-Außenpolitiker Eckart von Klaeden bekräftigte gegenüber MDR Info, Deutschland sei »auf nukleare Teilhabe angewiesen«. Atomwaffen seien »wichtig für unsere Sicherheit, damit wir uns nicht erpreßbar machen von anderen Nuklearstaaten«. So müsse Deutschland etwa damit rechnen, »daß der Iran Nuklearwaffen zu politischen Zwecken einsetzt, um uns zu erpressen«.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-24/033.php


 In der CIA-Folterwelt


Von Alexander Bahar

Neues in Sachen systematischer Mißhandlungen von Gefangenen durch Washingtons Geheimdienst. Studie zu ehemaligen Guantánamo-Häftlingen. Polen als »51. US-Bundesstaat«

Die Enthüllungen über das von der US-Regierung betriebene Folterprogramm nehmen kein Ende. In der vergangenen Woche erregte das Thema erneut globales Aufsehen aufgrund einer Veröffentlichung in der New York Times (15.6.). Diese druckte einen ausführlichen Bericht über die Verfolgung, Festnahme und Folterung der angeblichen Drahtzieher und Hintermänner der Terroranschläge vom 11. September 2001 – Khaled Scheich Mohammed, Abu Zubaydah und Ramzi Bin Al-Shibh – sowie des Saudis Abd Al-Rahim Al-Nashiri. Letztgenannter wird beschuldigt, die Bombardierung des US-Zerstörers USS Cole im Jahr 2000 geplant zu haben. Erstmals wurde dabei auch der Name des für die Verhöre verantwortlichen ehemaligen CIA-Offiziers genannt: Deuce Martinez, ein früherer Drogenexperte im Counternarcotics Center der CIA.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-24/009.php

 



 Gott spielen im Amt


Rechtswidrige Abschiebung, Ausgrenzung aus der Krankenkasse – Willkür in der Ausländerbehörde ist für Migranten alltäglich

Von Gitta Düperthal

Behördengänge verursachen bei Migranten heftigen Leidensdruck, so das Resultat einer Debatte des »Forum für mehr Integration e.V.«, das am Freitag aus Anlaß des Weltflüchtlingstages in Frankfurt am Main stattfand. Migranten und Sozialaktivisten diskutierten über rechtsfreie, auch menschenrechtsfreie Zustände im Amt. Denn dabei geht es oft um die ganze Existenz. Wie zynisch insbesondere Ausländerbehörden mit kranken Migranten umgehen, schilderte die Frankfurter Sozialaktivistin Wiltrud Pohl am Beispiel des Ausländeramtes Wetteraukreis in Friedberg: Über die Willkür des Sachbearbeiters Hess in dieser Behörde hat sie sich kürzlich bei Innenminister Volker Bouffier (CDU) beschwert, dem obersten Dienstherrn der hessischen Ausländerbehörden.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-24/001.php




 Hilft dreifach


Drei Dollar Profit sackt die US-Pharmaindustrie für jeden investierten Dollar »Laienwerbung« ein. Grund genug, auch in der EU das direkte Anpreisen verschreibungspflichtiger Medikamente unter Patienten einzuführen

Von Ulrike Henning

Was spricht gegen Werbung für Medikamente? Warum sollten Patienten nicht besser informiert werden? Schließt das eine wirklich das andere aus? Fragen wie diese ranken sich um das noch bestehende Verbot der Direktwerbung für rezeptpflichtige Medikamente in der EU. Noch darf nur bei Ärzten und anderen Fachleuten geworben werden, nicht direkt bei den potentiellen Patienten. Das hat schwerwiegende Gründe: Die Verschreibungspflicht schützt vor Risiken, die ohne medizinischen Sachverstand nicht einzuschätzen sind. Pharmaindustrie und angeschlossene Verbände klagen schon länger über eine »totale Informationssperre«. Angriffsziel ist das in der EU bestehende Verbot der sogenannten Laienwerbung, das möglicherweise noch dieses Jahr aufgehoben wird. Eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004 erlaubt europäischen Arzneimittelherstellern derzeit nur, Informationen über frei verkäufliche Produkte öffentlich zu verbreiten. Die Vorlage einer neuen Richtlinie ist für Oktober 2008 geplant – sie könnte dann 2009 in Kraft treten.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-24/031.php


 »Erfolg, daß der Mindestlohn erhalten bleibt«

Schlichtung in Bau-Tarifrunde: Verschlechterung abgewehrt, der Osten geht leer aus. Ein Gespräch mit Rainer Knerler

nterview: Jörn Boewe

Der Baumindestlohn ist für ein weiteres Jahr gerettet, aber für die ostdeutschen Kollegen gibt keine Erhöhung. Ihr Vorsitzende Klaus Wiesehügel hat das am Wochenende als Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte bezeichnet. Ist das nicht ein bißchen sehr euphorisch ausgedrückt?
Nein, finde ich überhaupt nicht. Es ist uns gelungen, in diesen Tarifverhandlungen trotz schwierigster Bedingungen dafür zu sorgen, daß der Mindestlohn im ostdeutschen Baugewerbe weiter gilt. Wenn wir das nicht geschafft hätten, wäre auch der Mindestlohn in Westdeutschland zur Disposition gestellt worden.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-24/036.php


 


 Ein Söldner spricht

Auftraggeber eines Putschversuchs

Wie unter anderem der britische Telegraph am Mittwoch berichtete, hat der britische Söldner Simon Mann in dem Gerichtsverfahren gegen ihn wegen des geplanten Putschversuchs in Äquatorial-Guinea im Jahr 2004 über seine Auftraggeber gesprochen.

Mann steht derzeit in Malabo, der Hauptstadt Äquatorial-Guineas, einer ehemaligen spanischen Kolonie, vor Gericht. Die Anklage hat für Mann als Anführer der Söldnertruppe eine Haftstrafe von fast 32 Jahren gefordert. In dem Verfahren sagte er nun vier Stunden lang aus.

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http://www.freace.de/artikel/200806/190608a.html


 

 

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