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Nachrichten & Infos!


gesammelt von Edward Grossmann

Aktuell vom 31.07.2008

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 "mein name ist mensch"

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

anbei als Information und mit der Bitte um Weiterleitung in den jeweiligen Verteilern der Flyer für unsere kom-
mende Kundgebung/Mahnwache in Frankfurt, die wie immer unter der Schirmherrschaft der Initiatorinnen von "mein name ist mensch" stattfinden wird.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-D. Ziran

Hauptwache Ffm (vor Café Hauptwache)
Samstag, 02.08.2008 / 15:30 bis 19:30 Uhr

Hier der Flyer zum Herunterladen


 »Jede Dosis kann Krebs auslösen«

Ärzte gegen Atomkrieg kritisieren Verharmlosung der Vorfälle in AKW. Ein Gespräch mit Reinhold Thiel

Interview: Ralf Wurzbacher

Reinhold Thiel ist Allgemeinmediziner und engagiert sich für die deutsche Sektion der »Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung«
Beim jüngsten Zwischenfall im französischen Kernkraftwerk Tricastin wurden über hundert Angestellte radioaktiv kontaminiert. Wie folgenschwer kann eine solche Verseuchung sein?

Strahlenbelastungen der Größenordnung wie im Fall Tricastin können durchaus ernsthafte Schädigungen für den Betroffenen nach sich ziehen. Im Prinzip kann jede Strahlendosis Krebs auslösen, ganz gleich, wie verschwindend gering die Dosis ist. Besonders ernst zu nehmen sind vor allem solche Verstrahlungen, bei denen radioaktive Stoffe in den Körper aufgenommen werden, sei es über die Atmung oder über Nahrungsmittel.

Wie hoch war die Dosis, der die Beschäftigten in Tricastin ausgesetzt waren?
Nach Angaben der Kraftwerksleitung einer Dosis von 0,5 Millisievert Strahlung. Das entspricht in etwa einer Belastung durch zehn Röntgenaufnahmen des Brustkorbs. Allerdings meine ich, daß dieser Vergleich in diesem Fall unangemessen ist und in die Irre führt. Die Mitarbeiter haben nämlich nach Medienberichten radioaktiven Staub eingeatmet, wodurch das Krebsrisiko um ein Vielfaches größer wird. Deshalb halte ich es auch für verantwortungslos, von einer »leichten« oder »unbedeutenden« Strahlendosis zu sprechen.


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http://www.jungewelt.de/2008/07-29/022.php


 

 Dubiose Quelle

Klage wegen angeblicher Mitgliedschaft in »militanter gruppe« stützt sich auf anonymen Spitzelbericht des Verfassungsschutzes

Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen drei Berliner erhoben, die am 31. Juli 2007 auf dem Gelände der Rüstungsfirma MAN in Brandenburg (Havel) Brandsätze unter Bundeswehrfahrzeuge gelegt haben sollen. Oliver R., Florian L. und Axel H. wird außerdem die Mitgliedschaft in der »militanten gruppe« (mg) vorgeworfen, teilte das Berliner »Bündnis für die Einstellung der Paragraph-129(a)-Verfahren « in einer am Montag verbreiteten Erklärung mit.

Die Anklage wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung nach Paragraph 129 stützt sich lediglich auf Indizien – weitere konkrete Tatbeteiligungen werden den dreien nicht vorgeworfen. Daß sich die Angeklagten beim Spazierengehen umgeschaut hätten, ist nach Auffassung der Bundesanwaltschaft ein Verdachtsmoment, ebenso, daß sich die »mg« nicht zu dem Brandanschlag äußerte oder einer der Angeklagten sich Einweghandschuhe gekauft habe.


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http://www.jungewelt.de/2008/07-29/038.php


 Nach deutschem Vorbild


Großbritannien marschiert in die Wirtschaftskrise, und New Labour schmiedet bereits die Folterinstrumente für das anwachsende Arbeitslosenheer

Von Tomasz Konicz

Die Töne britischer Wirtschaftswissenschaftler werden zunehmend schriller. David Blanchflower, Arbeitsökonom und Mitglied des Komitees für Monetärpolitik der Bank of England, sieht in einem Interview für den Guardian die britische Ökonomie »kopfüber in eine Rezession kippen, die mehr als ein Jahr andauern wird«. Großbritannien steuere laut dem Wirtschaftswissenschaftler auf eine Krise zu, die »schlimmer als in den USA« werden könnte, sollten nicht schnellstmöglich die Zinsen rapide gesenkt werden. In dem Interview vom 21. Juli warnte Blanchflower zudem, daß im Zuge der Krise »Hunderttausende ihre Arbeit verlieren« könnten. Der jüngste Anstieg der offiziellen Arbeitslosenrate auf 5,2 Prozent sei nur die »Spitze des Eisberges«.
Neue Repression
Die regierende New Labour Party unter Premierminister Gordon Brown hat die Zeichen der Zeit verstanden und feilt bereits an einer umfangreichen Gesetzesinitiative. Diese darf dann durchaus als Antwort auf die sich anbahnende soziale Krise verstanden werden – ein breitangelegtes Programm zur Repression und Kontrolle des bald kräftig wachsenden Arbeitslosenheeres wird derzeit in der britischen Öffentlichkeit diskutiert. Im Zentrum dieses Maßnahmepakets steht – nach bundesdeutschem Vorbild – die Einführung von Zwangsarbeit, zu der Erwerbslose bei angedrohtem Entzug der ohnehin kümmerlichen Mittel zur Existenzsicherung genötigt werden sollen.

Vorgesehen ist, Menschen ohne Job zu zwingen, für ihre Kommunen unentgeltlich zu arbeiten. Laut Arbeitsminister James Purnell werde der Staat die Arbeitslosen »immer stärker fordern, je länger sie Leistungen beziehen«. So sollen die Betroffenen nach einem Jahr Bezugsdauer vier Wochen lang Müll in ihren Gemeinden sammeln. Nach einer zweijährigen Erwerbslosigkeit würden sie dann sogar verpflichtet sein, ganztägig fünf Tage in der Woche für ihre Kommunen zu malochen. Hinzu kommt eine Ausweitung des Repertoires an Schikanen, die einer jeden britischen Arbeitsagentur zur Verfügung stehen werden. Die Arbeitslosen werden bedrängt, »ihre Anstrengungen bei der Arbeitssuche« nachweislich zu »intensivieren« und einen »Aktionsplan Zurück zur Arbeit« zu absolvieren, erklärte Purnell.

Vorbild Hartz IV

Konzipiert wurde dieses Programm – ebenfalls nach deutschem Vorbild – von angeblich unabhängigen Experten, unter anderem dem vermögenden Investmentbanker David Freud. Und ähnlich der politischen Lage vor der Einführung von Hartz IV in der BRD unterstützen auch in Großbritannien alle wichtigen politischen Parteien diese Reform der Arbeitsgesetzgebung. Die britischen Konservativen erklärten unumwunden, daß dies ihre Politik sei und sie diese auch unterstützen werden. Er wisse, daß New Labour Probleme haben werde, dieses Gesetz in der eigenen Partei »durchzubringen«, erklärte z.B. der konservative Politiker Chris Grayling. »Doch kann ich euch versichern, daß wir euch helfen werden«, falls bei der Regierungspartei eine Rebellion gegen dieses Gesetzesvorhaben ausbrechen sollte, so Grayling.


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http://www.jungewelt.de/2008/07-29/017.php


 Allamerican Bullshit


Wirtschaft als das Leben selbst


Von Helmut Höge


»Das Kapital hat seine Widersacher gleich mitgebracht«, meinte Klaus Schlesinger, als der Fürst von Hardenberg seine Ländereien im Osten wiederbekam und sie an den Betonkonzern »Readymix« verpachten wollte. Denn in Alt-Rosenthal, wo Schlesinger in der Siedlung Vorwerk lebte, wollte der Konzern Kies abbauen, wogegen einige zugezogene Wessis sofort eine Bürgerinitiative gründeten.

Ähnliche Kombinationen hält auch der Neoliberalismus bereit, der uns nicht nur täglich mit solchen Schweinewörtern wie »Outsourcing«, »Offshoring«, »Public-private-partnership«, »Banking«, »Good governance«, »Bachelor-studies« etc. anscheißt, sondern auch noch gleich die Begriffe mitliefert, um dagegen anzugehen: Die Gewerkschaften sprechen plötzlich von erfolgreichem »campaigning« und »organizing« – als hätten sie die letzten 100 Jahre nur dumpf in verräucherten Kneipen abgesessen. Der Kampftag der Arbeiterklasse heißt nun »Mayday«, Flugblätter »Flyer«, Diskussionspapiere »Hand-Outs«, die Demos werden immer »Love Parade«-ähnlicher, und wenn ein Webpage-Appeal über 100000 »Clicks« bekommt, sprechen die »Printmedien« von einem »Social movement«. Unablässig ist von »Gender«, »Queer«, »Afterwork, »Human Rights«, »Networking« und ähnlichem Quatsch die Rede.

Mit der selben Begeisterung, mit der die im Jünger-Jargon schwelgende Jugendbewegung sich einst für die Nazis einsetzte, brechen die juvenilen Massen nun dem Allamerican Bullshit Bahn. Kommen US-Promis nach Berlin, meinen sie dann auch unisono: »I love Berlin. Here is so much energy. Yeah!« Die »energy« erkennen sie schon an den vielen mit edlen Logos verzierten Einkaufstüten, mit denen die ganzen Botox-Bräute in Mitte aus-chillen. Zum Allamerican Bullshit gehört nämlich der »politische Konsum«, der die Produktionspolitik bzw. den Klassenkampf ersetzt. Dazu heißt es in einem neuen Suhrkamp-«Reader« über »Politics, Protest und Propaganda«: »Wie andere Formen kreativen politischen Handelns kann der politische Konsum nicht nur relativ schnell Erfolge verzeichnen, sondern er verlangt den Teilnehmern auch keine besondere Opferbereitschaft ab.« Der »Reader« über eine »Politik ohne Reue« heißt denn auch nicht mehr »Was tun?«, sondern »Und jetzt?« d.h.: Was kaufe ich als nächstes?


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http://www.jungewelt.de/2008/07-29/015.php

 



 Spiel mit dem Feuer


Der Bundesausschuß Friedensratschlag ist vom designierten US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama »enttäuscht«:

Wenig Hoffnung auf eine grundlegende Änderung der US-amerikanischen Außenpolitik setzt die deutsche Friedensbewegung in den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. Das war ein Ergebnis der Sommerakademie des Friedensratschlags, die vom 24. bis 27.Juli in Oberhof (Thüringen) stattfand.

Auf der Sommerakademie der Friedensbewegung diskutieren alljährlich Menschen unterschiedlicher Herkunft aus ganz Deutschland gemeinsam mit Wissenschaftlern und Politikern aktuelle und grundlegende Probleme der Außen- und Sicherheitspolitik.

Obamas Berliner Versprechen, Truppen aus dem Irak abzuziehen, steht im Kontrast zu seiner Ankündigung, den Krieg in Afghanistan auszuweiten. Die Teilnehmer warnten die Bundesregierung ganz entschieden davor, der Aufforderung Obamas nachzukommen, mehr deutsche Truppen nach Afghanistan zu schicken. Afghanistan benötige zivile Aufbauhilfen statt Bundeswehreinsätze, hieß es in Oberhof. Die Diskussionen im Regierungslager und in der NATO über einen eventuellen Einsatz von AWACS-Überwachungsflugzeugen seien »verantwortungslos«. Nicht nur wären damit Bundeswehrpiloten in ganz Afghanistan unterwegs – das Beobachtungs- und damit potentielle Kampfgebiet würde sich auch auf die nordwestlichen Provinzen Pakistans ausdehnen. »Ein Spiel mit dem Feuer – zudem vom Bundestagsmandat in keiner Weise gedeckt«, wie der Sprecher des »Friedensratschlags«, Peter Strutynski, betonte.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-29/029.php





 Angriff aufs Wahlrecht


Angesichts der Erfolge der Linkspartei wird der Ruf nach der Mehrheitswahl laut. Sollte das Verhältniswahlrecht eingeschränkt werden, verlieren die Interessen der sozial Schwachen weiter an politischem Gewicht

Von Thomas Wagner

as freie, gleiche und geheime Wahlrecht ist in der Bundesrepublik fest verankert. So lehren es die Schulen, so heißt es seit Jahr und Tag in unzählbaren politischen Kommentaren, und so denken wohl auch die meisten Bürger dieses Staates. Damit stehen sie zweifellos fest auf dem Boden des Grundgesetzes, befinden sich jedoch nicht mehr im Einklang mit der Ansicht führender Köpfe der politischen Klasse, der Presse, Wirtschaftslobbyisten und sogenannten Elder Statesmen dieser Republik. Oder wie ließe sich sonst erklären, daß vor wenigen Wochen, am 23. Mai, ausgerechnet ein Mitglied des Bundesvorstands der CDU ungestraft aus dem lange Zeit beschworenen »Konsens der Demokraten« ausscheren und laut Nachrichtensender N24 »ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht« für »Leistungsträger« vorschlagen durfte, »die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen«.

Daß es im Grundgesetz (Artikel 38 Absatz 1 Satz 1) eindeutig heißt: »Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt«, hielt den amtierenden Vorsitzenden des CDU-nahen Studierendenverbandes »Ring Christlich-Demokratischer Studenten« (RCDS), Gottfried Ludewig, nicht davon ab, seine reaktionären »Thesen zur Stärkung der Leistungsträger« per E-Mail in sämtlichen Vereinigungen der CDU kursieren zu lassen. Zwar wurde er umgehend zurückgepfiffen, doch obwohl sein Vorschlag, die Stimmen von arbeitslosen »Hartz-IV«-Beziehern und Rentnern künftig wahltechnologisch zu entwerten, offensichtlich gegen Geist und Buchstaben der Verfassung verstößt, leiteten die Christdemokraten überraschenderweise kein Parteiausschlußverfahren gegen Ludewig ein. Auch seine Führungsposition im RCDS darf der studierte Volkswirtschaftler und Promovend an der Technischen Universität Berlin behalten.

Seine verfassungsfeindlichen Bestrebungen verniedlichten die Parteioberen zum politischen Ausrutscher eines noch unerfahrenen Studenten und erlaubten ihm sogar, seine extremen Ansichten in der ARD-Talkshow »Anne Will« am 25. Mai noch einmal vor Millionen Fernsehzuschauern zu rechtfertigen. Er habe halt einen notwendigen Diskussionsprozeß anstoßen wollen, erläuterte der junge Politprofi dort sinngemäß und posierte als junger Idealist, der sich um die Zukunft des Landes sorge und mit einer provokativen Äußerung dabei etwas über das Ziel hinausgeschossen sei.

Daß antidemokratische Propaganda im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zur besten Sendezeit ein Forum erhält, wäre an sich schon schlimm genug. Doch steht darüber hinaus zu befürchten, daß Ludewigs Angriff auf die demokratischen Rechte der Armen symptomatisch für die Gesinnung relevanter Teile der meinungsbildenden Eliten ist. Denn das allgemeine demokratische Wahlrecht nach dem Prinzip »ein Kopf, eine Stimme« sowie der proportionalen Vertretung jedes einzelnen Votums im Parlament wird heute längst nicht mehr bloß von ausgewiesenen Neofaschisten attackiert. Zunehmend äußern sich einflußreiche Stimmen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft gleichlautend. Auslöser sind die ersten Wahlerfolge der vor einem Jahr gegründeten Partei Die Linke. Kaum kehren echte sozialdemokratische Forderungen nach sozialer Umverteilung von oben nach unten in die Parlamente zurück, geraten Wortführer und politische Strippenzieher der herrschenden Klasse in einen Zustand alarmierter Dauererregung und verbreiten einen Vorschlag nach dem anderen, wie der Bundestag gegen den wachsenden Einfluß der Linken wirksam abgeschottet werden kann.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-30/001.php


 Bundesregierung dürftig

Mit der Meldung, die Obleute der Fraktionen seien über die Bedingungen und das Umfeld des AWACS-Einsatzes in Afghanistan unterrichtet worden, versucht die Bundesregierung den Eindruck zu erwecken, dies sei ohne Widerspruch geschehen. Dazu erklärte Wolfgang Gehrcke, Obmann der Bundestagsfraktion Die Linke im Auswärtigen Ausschuß am Dienstag:

Das ist falsch. Die Informationen der Bundesregierung sind dürftig und sollen die Öffentlichkeit täuschen. Daß die Anforderung der AWACS-Flugzeuge für sie überraschend gekommen sein soll, ist völlig unglaubwürdig. Seit dem Bukarester NATO-Gipfel wird der AWACS-Einsatz unter deutscher Beteiligung in der NATO diskutiert. Auch die Behauptung, der Einsatz diene in erster Linie dem Aufbau der zivilen Luftsicherheit, ist ein Täuschungsversuch. In Wahrheit dienen die AWACS-Flugzeuge der Kriegsführung in ganz Afghanistan und überschreiten damit eindeutig die Grenzen des Bundeswehrmandats. Unglaubwürdig ist schließlich auch die Aussage, wichtige Planungsfragen seien noch nicht entschieden, etwa die Trennung zwischen ISAF und OEF. Die Ergebnisse der Luftaufklärung der AWACS-Maschinen werden selbstverständlich beiden Missionen zur Verfügung gestellt werden.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-30/041.php


Fischer fordert stärkeres militärisches Eingreifen der Europäer

Nach der Berliner Obama-Rede

Von Ulrich Rippert

WSWS : WSWS/DE : Aktuelle Analysen : Amerika : Nordamerika : US-Präsidentschaftswahlen

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Nach der Berliner Obama-Rede
Fischer fordert stärkeres militärisches Eingreifen der Europäer
Von Ulrich Rippert
29. Juli 2008

In seiner gestrigen Montagskolumne für Die Zeit bezeichnete der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die Quintessenz von "Barack Obamas Berliner Botschaft" mit folgenden Worten: "Schluss mit der Trittbrettfahrerei der Europäer, wenn es militärisch Ernst wird!"

Der Kampf gegen den Terrorismus sei "mitnichten beendet". Der Krieg im Irak sei zwar falsch gewesen, der Krieg gegen Al Qaida und die Taliban in Afghanistan sei "aber unausweichlich". Europa müsse in Afghanistan "dasselbe Risiko wie die USA" eingehen.

Die Arbeitsteilung, "dass die USA kämpfen und die Europäer aufbauen", werde von einem Präsidenten Obama nicht mehr akzeptiert werden. Europa und Deutschland werden sich künftig "stärker und mit mehr Risiko" engagieren müssen. "Afrika wird unter einem Präsidenten Obama eine größere Bedeutung bekommen, und das ist ebenfalls eine gute Botschaft", schreibt Fischer. Die mehrmalige Bezugnahme auf die Tragödie in Darfur in seiner Berliner Rede bedeute, dass Deutschland auch in dieser Region eine "stärkere Lastenteilung bei den Risiken" übernehmen müsse.

Fischer begrüßt Obamas Ankündigung, in Bezug auf internationale Krisen "gemeinsam vorzugehen und zu verhandeln". Wenn diese diplomatischen Bemühungen aber scheitern, werde Obama nicht zögern, "seine Bündnispartner auch bei den harten Alternativen in die Pflicht nehmen", betont Fischer und schlussfolgert: "Iran könnte dafür das erste Beispiel werden."

Deutlicher als manch andere Kommentatoren versucht der ehemalige Außenminister der Grünen, die Hoffnungen vieler Menschen auf ein Ende der verhassten Bush-Regierung und die damit verbundenen Illusionen in Barack Obama in ausgesprochen rechte, politische Bahnen zu lenken. Mit Hilfe einer ständig angefachten "Obamamanie" soll hierzulande einer rechten Agenda der Weg bereitet werden.

Es ist daher notwendig, sich von der verbreiteten Pro-Obama-Stimmung nicht mitreißen zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ein Wesenszug des Obama-Fiebers ist ein sehr oberflächliches Verständnis von Politik. Durch die ständige Medienpräsenz der politischen Spitzenkräfte wird der Eindruck erzeugt, dass politische Entscheidungen vor allen Dingen von den Personen abhängen, die sie nach außen vertreten. Doch diese Personifizierung der Politik lässt völlig außer Acht, dass wichtige politische Fragen in einem komplizierten Verfahren in den führenden Kreisen der herrschenden Klasse entschieden werden und deren Klasseninteressen zum Ausdruck bringen.

Fischer vertritt eine besonders vulgäre Form der Personifizierung von Politik. Er schreibt: "Zuerst und vor allem verkörpert Obama das Gegenbild zu George W. Bush und seinen Neocons, und allein diese Tatsache macht ihn für sehr viele Europäer zum Erlöser." Zweitens verkörpere Obama eine "neue Generation" und drittens verfüge er über "sehr viel Charisma", das seinen Botschaften hohe Glaubwürdigkeit vermittele.

Doch weder ist Bush der Satan, noch ist Obama der Messias. In kaum einem anderen Land ist die Auswahl der Spitzenpolitiker, allen voran des Präsidenten, mit einem Wahlverfahren verbunden, indem es vor allem auf viel Geld ankommt. Im Jahr 2000 wurde George W. Bush vom einflussreichen Geldadel sogar ins Amt gehieft, obwohl er nicht die Stimmenmehrheit erreicht hatte.

Weiter unter:

http://www.wsws.org/de/2008/jul2008/obam-j29.shtml


Wer sich informieren will und sich nicht auf die Konsum-
Medien verlassen möchte, hat hier einen Link-Zugriff
auf viele Anbieter.

Was mit der Rente los ist, wird hier offen gezeigt!

http://www.volksverarschung-stopp.de/

 

http://www.wsws.de/

http://www.infokrieg.tv/

http://www.jungewelt.de/

http://karlweiss.twoday.net

http://www.nachdenkseiten.de/

http://www.heise.de/newsticker/

http://www.hinter-den-schlagzeilen.info/sys/

http://www.neues-deutschland.de/

http://www.denkfabrik-info.de/

http://derstandard.at/

http://linkszeitung.de/

http://www.freitag.de/

http://www.taz.de/

http://www.freace.de/

http://www.german-foreign-policy.com/

http://jungle-world.com/

http://www.linksnet.de/

http://www.mehr-demokratie.de/

http://www.netzeitung.de/

http://www.sozialticker.com/

http://www.humanistische Aktion

http://www.secret.tv/

http://die-linke.de/die_linke/aktuell/

http://www.wahrheitsportal.de/

http://www.zeitschrift-humanwirtschaft.de/index.html


Verschiedene sehr wichtige Filme:

Film 11.09.2001

Neue Weltordnung - Endgame

ZEITGEIST

Steuergesetze sind verfassungswidrig

FRIEDEN FÜR ALLE MENSCHEN JETZT!

FRIEDEN FÜR ALLE MENSCHEN JETZT! - TEIL 2

Auto mit Wasser angetrieben

 

Wer Links zu wichtigen Seiten und Filme, die hier noch
nicht eingebunden sind, hier bekannt geben möchte,
bitte per E-Mail mir zusenden- DANKE

 

 

 

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