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Nachrichten & Infos!


gesammelt von Edward Grossmann

Aktuell vom 23.07.2008

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 Abbau abgesegnet

Deal über Jobvernichtung bei Siemens

Von Daniel Behruzi

Siemens steht wirtschaftlich gut da, die Auftragsbücher sind voll. Der geplante Stellenabbau ist vor diesem Hintergrund weder nachvollziehbar noch akzeptabel, und in diesem Umfang völlig überzogen.« So tönte Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer erst vor wenigen Tagen. Doch noch vor den ersten Protestaktionen haben sich Gewerkschafts- und Betriebsratsspitzen mit dem Konzern darauf geeinigt, die geplante Vernichtung von mehr als 5000 Arbeitsplätzen »sozialverträglich« zu gestalten.

Die für heute geplanten Kundgebungen in Krefeld und Erlangen hat die Metallergewerkschaft flugs abgesagt. »Wesentliche Forderungen« seien bereits erfüllt, begründete sie dies. Gemeint ist der in einem Eckpunktepapier zwischen Gesamtbetriebsrat, Gewerkschaft und Management vereinbarte Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen sowie der befristete Verzicht auf den Verkauf von Unternehmensteilen und Standortschließungen. Die Beschäftigten sollen über Altersteilzeit oder »freiwillig« mit Abfindungen via Transfergesellschaft gehen.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-23/023.php


 Abschied vom Petrodollar

An der iranischen Ölbörse treibt die asiatische und arabische Welt regen Handel auch ohne Dollar. US- und EU-Handelsverbote gegen die Islamische Republik fügen hauptsächlich der westlichen Exportwirtschaft Verluste zu

Von Michael R. Krätke

Seit Jahren wird seitens der Regierung von US-Präsident George W. Bush und, in deren Schlepptau, der wichtigsten EU-Staaten an einer Drohkulisse gegen den »Schurkenstaat« Iran gearbeitet; mit Sanktionen und immer neuen Forderungen, hinter denen stets die Ankündigung neuer und schärferer Zwangsmaßnahmen steht. Die US-Regierung, eifrig assistiert von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Rest der EU, reichen die Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat verkündet hat, nicht mehr, sie drängen auf eine härtere und schnellere Gangart. Schon in zwei Wochen werden sich EU-Außenpolitikchef Javier Solana und der iranische Unterhändler Said Jalili wieder treffen: Sollte der Iran sich dann nicht fügsamer zeigen, werden die Daumenschrauben weiter angezogen. Ein Präventivkrieg gegen die Atomwaffen, über die der Iran vielleicht in einigen Jahren verfügen könnte, steht auf der Tagesordnung. Hochrangige israelische Politiker halten einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen für unvermeidlich.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf Strafmaßnahmen des Westens bisher eindeutig reagiert: Ein Atomstopp sei indiskutabel, die Sanktionen seien absurd und ein feindlicher Akt. Nach wie vor bestreitet die Regierung der Islamischen Republik, nach Atomwaffen zu streben und besteht auf ihrem Recht, an der Entwicklung eigener Kernkraftwerke weiterzuarbeiten. Ein Recht, das ihr durch den Atomwaffensperrvertrag zugesichert wird. Anders als Indien, Israel, Pakistan und das Ende Juni von der »Schurkenstaat«-Liste gestrichene Nordkorea hat der Iran diesen Kontrakt unterzeichnet und die Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde nie verweigert.

Wirtschaftskrieg mit Rückschlag


Also wird die Aggression mit Sanktionen weitergehen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis dabei ein umfassendes Iran-Embargo, ein Boykott der iranischen Öl- und Gasexporte durch die USA und die EU herauskommt. Eine Aktion, die die Energiepreise weiter dramatisch nach oben treiben dürfte. Im Moment bewegt sich die Welt rasch auf einen umfassenden Wirtschaftskrieg zu, den die Hardlinern in der Regierung der Islamischen Republik für sich nutzen. Unter dem wachsenden Druck von außen schließen die Iraner die Reihen. Nichts könnte das Regime populärer machen als der heroische Widerstand gegen die Drohungen des Westens.

Beim Drohen spielt Bundeskanzlerin Merkel eine Hauptrolle. Sie hat sämtliche Iran-Entscheidungen an sich gezogen, Auswärtiges Amt und Wirtschaftsministerium sind ausgeschaltet. Merkel macht sich zur engsten Verbündeten des US-amerikanischen Feldzugs gegen den Iran und verdonnert die BRD, bisher der wichtigste und beliebteste Handelspartner des Landes, zur Rolle des Musterschülers. Alle Optionen liegen auf dem Tisch, wie Bush bei jeder Gelegenheit betont – auch die Option eines Militärschlags. Immerhin ist die Islamische Republik das einzige Land im mittleren Osten, das weder Vasall noch Verbündeter der USA ist und sich als ernst zu nehmende Regionalmacht den Hegemoniebestrebungen der Vereinigten Staaten widersetzt.


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http://www.jungewelt.de/2008/07-23/012.php


 

 Jugendliche »abgeschoben«

Viele junge Menschen nicht in betriebliche Ausbildung vermittelt, sondern in Warteschleifen geparkt. Gewerkschaftsjugend weiter für Umlagefinanzierung

Von Mareen Heying

Kurz vor Beginn des neuen Lehrjahres am 1. September sind noch immer viele Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag. 233822 der 545321 Bewerber und Bewerberinnen waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Juni noch auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. Die Zahl unvermittelter Jugendlicher ist zwar leicht rückläufig, aber »es kann ja auch nicht immer nur bergab gehen«, so Daniel Wucherpfennig, Bezirkssekretär der DGB-Jugend Berlin/Brandenburg, gegenüber junge Welt.

Die Daten für Juli erscheinen erst Anfang August. Dann werden die Zahlen vermutlich steigen, glaubt Wucherpfennig. »Die Schüler bewerben sich während der Schulzeit und melden sich erst in den Ferien ausbildungsplatzsuchend«, erläutert er. Sie würden dann in »Warteschleifen«, wie Einstiegsqualifizierungen und Praktika, gesteckt. Der Gewerkschafter hält manche dieser Maßnahmen durchaus für sinnvoll. So hätten die Suchenden wenigstens eine Möglichkeit der Weiterbildung. Den Jugendlichen sei jedoch bewußt, daß sie »nur abgeschoben« würden. Dies sei ein Grund, weshalb sich nicht alle unvermittelten Bewerber als ausbildungsplatzsuchend meldeten. Wucherpfennig schätzt, daß dies für etwa 50000 Jugendliche gilt – genaue Zahlen seien aber nicht zu ermitteln.


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http://www.jungewelt.de/2008/07-23/058.php


 Hausrecht für Obama


US-Wahlkämpfer will in Berlin nicht mit Kritik konfrontiert werden. Seine Kundgebung läuft als Privatveranstaltung: Plakate und Transparente verboten

Da Deutschland von den Amerikanern als 51. Bundestaat
von Amerika nicht nur betrachtet wird, sondern auch über
Deutschland durch Besatzung weiterhin verfügt wird, darf
Deutschland bei diesem Besuch als 51. Bundessaat von
Amerika auch keine Protestveranstaltungen zulassen...

Von Frank Brendle

Nach ihrer falschen Behauptung, Hartz-IV-Bezieher bekämen die Stromkosten erstattet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Abgehobenheit erneut demonstriert. Am Sonntag abend begründete sie in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin« ihre Ablehnung eines Mindestlohns für die Zeitarbeitsbranche mit den Worten: »Es gibt zwar unterschiedliche Tarifverträge, aber es gibt kein Lohndumping in der Zeitarbeit.« SPD, Linke und Gewerkschaften reagierten empört auf die Äußerung und forderten, den von der DGB-Tarifgemeinschaft für die Branche ausgehandelten Mindestlohn für allgemeinverbindlich zu erklären.

Die Aussage Merkels, es gebe kein Lohndumping in der Zeit- und Leiharbeit, habe »mit der Realität nichts zu tun«, erklärte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Montag. Die Kanzlerin sei erneut »nicht zureichend über die soziale Lebenswirklichkeit der Menschen orientiert«. SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler ergänzte, Merkels »Vorfestlegung« entspreche in keiner Weise dem Entwurf zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz, dem die Kanzlerin noch am Mittwoch im Kabinett zugestimmt habe. Sie sei scheinbar »ferngesteuert vom Wirtschaftsflügel der CDU«. Werner Dreibus, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, kommentierte: »Angela Merkel ist offenbar auf beiden Augen blind.«


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http://www.jungewelt.de/2008/07-23/041.php


 Merkel in die Produktion


Die Merkel ist nicht nur blind, diese Frau ist eiskalt und
fühlt sich nur den ÜBERMENSCHEN Bilderberger ver-
pflichtet- ist also als Bundeskanzlerin für Deutschland
und deren Menschen nicht tragbar. Wann wird ihr denn
endlich das abdankend, wenn notwendig mit raus-
Rausschmiss nahegelegt???

Kommentar von Edward Grossmann

Von Daniel Behruzi


Nach ihrer falschen Behauptung, Hartz-IV-Bezieher bekämen die Stromkosten erstattet, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Abgehobenheit erneut demonstriert. Am Sonntag abend begründete sie in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin« ihre Ablehnung eines Mindestlohns für die Zeitarbeitsbranche mit den Worten: »Es gibt zwar unterschiedliche Tarifverträge, aber es gibt kein Lohndumping in der Zeitarbeit.« SPD, Linke und Gewerkschaften reagierten empört auf die Äußerung und forderten, den von der DGB-Tarifgemeinschaft für die Branche ausgehandelten Mindestlohn für allgemeinverbindlich zu erklären.

Die Aussage Merkels, es gebe kein Lohndumping in der Zeit- und Leiharbeit, habe »mit der Realität nichts zu tun«, erklärte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Montag. Die Kanzlerin sei erneut »nicht zureichend über die soziale Lebenswirklichkeit der Menschen orientiert«. SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler ergänzte, Merkels »Vorfestlegung« entspreche in keiner Weise dem Entwurf zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz, dem die Kanzlerin noch am Mittwoch im Kabinett zugestimmt habe. Sie sei scheinbar »ferngesteuert vom Wirtschaftsflügel der CDU«. Werner Dreibus, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, kommentierte: »Angela Merkel ist offenbar auf beiden Augen blind.«


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http://www.jungewelt.de/2008/07-16/008.php

 



 Sicherer Lebensabend?


Die gesetzliche Rentenversicherung ist seit Jahren im Visier neoliberaler Politiker. Um Altersarmut ­entschieden entgegenzutreten, entwickelt Die Linke ein Programm zur Wende weg von der Privatisierung hin zu einer Lebensstandardsicherung

Von Michael Schlecht

Heute ist Altersarmut noch sehr begrenzt. Gerade einmal zwei Prozent der Rentnerinnen und Rentner sind auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen – also auf Alterssozialhilfe. Deren Höhe liegt einschließlich der Hilfen für die Unterkunft bei rund 650 Euro im Monat. Für die Zukunft droht jedoch ein massiver Anstieg der Altersarmut in Deutschland. Alle Beschäftigten, die in den nächsten 20 Jahren weniger als drei Viertel eines Durchschnittsverdienstes – nach heutigem Geldwert knapp 1900 Euro brutto im Monat – erhalten, droht 2030 eine Rente, die nur der Grundsicherung entspricht. Der Paritätische Wohlfahrtsverband geht davon aus, daß in 15 Jahren zehn bis 15 Prozent der alten Menschen auf die Grundsicherung angewiesen sind. Besonders werden Frauen betroffen sein.

Die Partei Die Linke hat ein Reformprogramm entwickelt, wonach niemandem im Alter weniger als 800 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Diese Sicherheit soll in einem mehrstufigen Verfahren erreicht werden. Zunächst geht es – wie es in programmatischen Überlegungen der Linkspartei heißt – um »Gute Arbeit und Gute Löhne«, damit eigene Rentenanwartschaften aufgebaut werden können (dazu jW-Thema v. 17.4.2008). Sind diese nicht ausreichend vorhanden, muß innerhalb des Rentenversicherungssystems der Solidarausgleich greifen. Zu niedrige Erwerbseinkommen müssen rückwirkend höher bewertet und Ausfallzeiten wieder stärker bei der Rentenberechnung anerkannt werden. Damit ergeben sich höhere Rentenleistungen, die keiner Bedarfs­prüfung unterliegen, sondern auf die ein unmittelbarer Rechtsanspruch besteht.

Ist dann die Rente immer noch zu niedrig, muß die Grundsicherung einspringen, die steuerfinanziert ist. Diese gibt es nach entsprechender Bedarfsprüfung. Die Regelungen zur Nichtanrechnung von Einkommen und Vermögen müssen ausgeweitet werden, damit insbesondere die Inanspruchnahme des Vermögens unverheirateter Lebenspartner ausgeschlossen wird. Der Unternehmer zum Beispiel, der bis zum 30. Lebensjahr Beschäftigter war und in die Rentenkasse einbezahlt hat, lebt im Alter von Erträgen aus privaten Lebensversicherungen oder ähnlichem. Er braucht keine Grundsicherung. Für diejenigen, die sie benötigen, soll sie auf 435 Euro im Monat ansteigen. Zuzüglich der Kosten für die Unterkunft wird sich dann ein Mindestbetrag von 800 Euro im Monat ergeben.

Ziel ist die Erwerbstätigenversicherung. Auch Selbständige sollen pflichtversichert werden. Die Beitragsbemessungsgrenze soll schrittweise angehoben und die Rentenleistungen sollen im oberen Bereich abgeflacht werden.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-22/023.php




 Schmidt lügt


Altkanzler verspricht Soldaten: Dieser Staat wird euch nicht mißbrauchen. Gelöbnis ohne Öffentlichkeit. Polizei stürmt in Gegenkundgebung und kappt Lautsprecherkabel

Von Frank Brendle

Erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte haben am Sonntag abend deutsche Soldaten vor dem Reichstag ihren Treueschwur geleistet. Die Zeremonie fand abgeschottet von der Öffentlichkeit statt, rund 2000 Polizisten und Feldjäger ließen nur handverlesene Gäste passieren. »Von einem öffentlichen Gelöbnis konnte keine Rede sein«, erklärten die Veranstalter der antimilitaristischen GelöbNIX-Kundgebung am Montag. Die Proteste, an denen sich rund 500 Menschen beteiligten, mußten in einer Entfernung von über 600 Metern stattfinden.

Scharfe Kritik übten Sprecher des Bündnisses am Agieren der Polizei, die »als rabiater Helfer des Militärs« aufgetreten sei. Während des »feierlichen Höhepunktes« vor dem Reichstag, als die 500 Rekruten des Wachbataillons die Gelöbnisformel nachsprachen, stürmte die Polizei den Lautsprecherwagen der Demonstranten und schnitt die Kabel durch. Sieben Bundeswehrgegner wurden vorübergehend festgenommen. Die Geräusche seien zu laut gewesen, und es seien verbotene Sirenentöne abgespielt worden, hieß es zur Begründung. Genau das war allerdings erst anläßlich des Großen Zapfenstreichs im Oktober 2005 vom Verwaltungsgericht ausdrücklich erlaubt worden. In der Vergangenheit hatten Gerichte mehrfach festgestellt, daß die Bundeswehr, wenn sie in die Öffentlichkeit geht, mit hörbarer Kritik leben müsse. Der Berliner Tagesspiegel zitierte in der Montagausgabe einen Polizeiführer, der dennoch ankündigte, ähnliche Kundgebungen dürften in Zukunft nur in noch größerer Entfernung stattfinden.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-22/035.php


 »Wenn Ackermann berufen wird, gibt es neue Proteste«

Studierende in Frankfurt am Main wehren sich gegen Honorarprofessur für Chef der Deutschen Bank. Ein Gespräch mit Jessica Castro Merino

Interview: Gitta Düperthal


essica Castro Merino ist stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Der Senat der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main will am Mittwoch entscheiden, ob der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, als Honorarprofessor für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften berufen werden soll. Was haben Sie dagegen?
Wir als AStA finden es untragbar, wenn der Grundsatz der Freiheit von Forschung und Lehre nicht mehr gewährleistet ist. Die Deutsche Bank bekäme durch die Berufung noch mehr Einfluß, als sie sowieso schon hat. Sie ist schon mit einer Stiftungsprofessur vertreten, und Ackermann hält bereits regelmäßig Seminare unter dem Titel »Bankstrategien und Restrukturierung«.

Wie reagieren die Studenten auf seine Abhandlungen?

Das ist sehr unterschiedlich. Einige finden es super, vom Vorstandschef der Deutschen Bank unterrichtet zu werden. Andere finden das äußerst fragwürdig, vor allem in bezug auf den Mannesmann-Prozeß und dem Vorwurf der Untreue gegen den Vorstandschef der Deutschen Bank. Ackermann hatte bereits im Jahr 2005 einen Ruf der Frankfurter Universität. Es gab dazu einen Antrag im Senat, der allerdings nicht behandelt und auf Eis gelegt wurde. Der öffentliche Druck in Form von kritischen Stimmen sei in der Öffentlichkeit zu groß gewesen, hieß es damals.

Was bezweckt die Universitätsleitung Ihrer Ansicht nach damit, den Antrag jetzt wieder aufzunehmen?

Es ist eine Gegenleistung an einen der Hauptgeldgeber für das neu eingerichtete »House of Finance« und eine Stiftungsprofessur. Der Sponsor soll so motiviert werden, weiterhin zu investieren. Für die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität wäre es fraglos auch Werbung, eine derart populäre Figur in eine Professur zu berufen, die laut Umfrage des Managermagazins als Deutschlands attraktivster Manager bezeichnet wurde. Im aktuellen Antrag an den Senat vom Dekanat des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften steht jetzt: Man habe damals Verständnis gehabt habe, daß das Verfahren ausgesetzt wurde. Jetzt seien die kritischen Stimmen aber »deutlich leiser« geworden. Weiterhin heißt es, die kürzliche Eröffnung des »House of Finance« habe gezeigt, daß die »Zusammenwirkung von Wirtschaft und Wissenschaft auf einem guten Weg« sei.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-22/026.php


Obama auf Wahlkampftour in »Grüner Zone«

Nach Afghanistan zeigt sich Obama im besetzten Irak. Kritik vor Berlin-Auftritt

Auf seiner internationalen Wahlkampftour hat Barack Obama nach Afghanistan mit Irak das zweite von US-Truppen besetzte Land aufgesucht: Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten besuchte am Montag die schwer bewachte »Grüne Zone« in Bagdad, wo er unter anderem Präsident Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri Al-Maliki traf. Außerdem waren Gespräche mit ranghohen US-Militärs geplant. Obama hatte vor seiner Rundreise bekräftigt, daß er im Fall eines Wahlsieges im November einen Teil der Besatzungstruppen im Irak abziehen und nach Afghanistan verlegen will. Nach einem Auftritt in Jordanien und Israel will der Senator aus Illinois am Donnerstag vor der Siegessäule in Berlin zu seinen Fans in Deutschland sprechen.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-22/061.php


Wer sich informieren will und sich nicht auf die Konsum-
Medien verlassen möchte, hat hier einen Link-Zugriff
auf viele Anbieter.

 

http://www.wsws.de/

http://www.infokrieg.tv/

http://www.jungewelt.de/

http://www.nachdenkseiten.de/

http://www.heise.de/newsticker/

http://www.hinter-den-schlagzeilen.info/sys/

http://www.neues-deutschland.de/

http://www.denkfabrik-info.de/

http://derstandard.at/

http://linkszeitung.de/

http://www.freitag.de/

http://www.taz.de/

http://www.freace.de/

http://www.german-foreign-policy.com/

http://jungle-world.com/

http://www.linksnet.de/

http://www.mehr-demokratie.de/

http://www.netzeitung.de/

http://www.sozialticker.com/

http://www.secret.tv/

http://die-linke.de/die_linke/aktuell/

http://www.wahrheitsportal.de/

http://www.zeitschrift-humanwirtschaft.de/index.html

 

 

 

 

 

 

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