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Nachrichten & Infos!


gesammelt von Edward Grossmann

Aktuell vom 01.07.2008

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 Mit Drang nach vorn

Von Frank Brendle

Am heutigen Dienstag hat die deutsche Quick Reaction Force (QRF) ihre Wacht am Hindukusch angetreten. 205 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bilden die schnelle Eingreiftruppe, die auf unbestimmte Zeit Kampfaufträge im Norden Afghanistans durchführen soll. Innerhalb von 24 Stunden soll der Trupp als eine Art Feuerwehr überall im deutschen Besatzungssektor einspringen, um in Bedrängnis geratenen Bündnispartnern beizustehen und offensive Operationen gegen Aufständische durchzuführen. Der Kommandeur der QRF, Oberstleutnant Gunnar Brügner, zeigte sich am Montag in Masar-i-Scharif siegessicher: »Ich habe viele einsatzerfahrene Kräfte in meiner Truppe. Männer mit langer Erfahrung und Kräfte mit Drang nach vorn«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Eine Ablösung durch andere Nationen sei vorerst nicht geplant: »Die QRF wird lange in deutscher Hand sein«.

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http://www.jungewelt.de/2008/07-01/050.php


 Die Welt als Schachbrett

Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski (Teil I)

Von Hauke Ritz

Der 1928 in Warschau geborene Zbig­niew Brzezinski gilt neben Henry M. Kissinger und Samuel P. Huntington als graue Eminenz unter den US-Geostrategen. Er trägt durch seine Beratertätigkeit für US-Präsident James Carter von 1977 bis 1981 u. a. eine Mitverantwortung an der Talibanisierung Afghanistans, unterstützten die Vereinigten Staaten doch die Mudschaheddin massiv im Kampf gegen die UdSSR. Nach Brzezinskis Bekunden wollten die USA die Sowjetunion in die »afghanische Falle« locken und ihnen so »ihr Vietnam« bereiten. Heute ist er Professor für Amerikanische Außenpolitik an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, Berater am Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington D.C. und Verfasser von politischen Sachbüchern. Daneben betätigt sich Brzezinski als Berater für mehrere große US-amerikanische und internationale Unternehmen. Unlängst geriet er wieder in die Schlagzeilen, als über die Medien verbreitet wurde, daß er in das außenpolitische Team des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama eingetreten ist.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/026.php


 

 Um die Weltherrschaft

Der neue Kalte Krieg des Obama-Beraters Zbigniew Brzezinski (Teil II und Schluß)

Von Hauke Ritz

Dieser Artikel ist die stark gekürzte Fassung eines Beitrags aus »Quo vadis, Amerika? Die Welt nach Bush«. Das 288 Seiten umfassende Buch mit 24 Beiträgen von u.a. Norman Birnbaum, Saskia Sassen und Immanuel Wallerstein ist soeben im Verlag der »Blätter für deutsche und internationale Politik« erschienen und kostet 12 Euro (blaetter.de).

Es stellt sich die Frage, warum der Kalte Krieg trotz des Sieges des Kapitalismus offensichtlich in eine zweite Runde geht. Oder sollte gar, jedenfalls in der US-amerikanischen Rezeption, der alte »Kalte Krieg« niemals aufgehört haben?


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http://www.jungewelt.de/2008/06-30/018.php


 Außer Rand und Band

Heftige Kritik an Schäubles zentralem Melderegister. Opposition spricht von Skandal, SPD will das Vorhaben erst mal prüfen

Von Ulla Jelpke

Das von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geplante zentrale Melderegister stößt auf heftigen Widerstand bei der Opposition. Schäuble hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, mit dem der Zugriff zahlreicher Behörden auf persönliche Daten der Bürger ausgeweitet werden soll. Hierzu soll ein zentrales Bundesregister geschaffen werden, das Informationen aller Meldebehörden in Deutschland zusammenführt. Zu den etwa dreißig Daten pro Person gehören aktuelle und frühere Adressen, Religionszugehörigkeiten, Staatsangehörigkeiten, Paßnummern und Steuerklassen. Ferner soll die erst vor wenigen Monaten eingeführte Steuer-Identifikationsnummer, die jedem Bürger nach der Geburt zugeteilt wird, aufgenommen werden. Auf diese Daten sollen alle Meldeämter sowie zahlreiche andere Behörden Zugriff erhalten, darunter auch die Polizei. Jeder Bürger wird nach Schäubles Entwurf zudem eine eigene Nummer erhalten, die allerdings nur zwischen Bundesregister und Meldebehörden eingesetzt werden darf.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-30/039.php


 Hartz IV wird verschärft


Die Bundesregierung will die Regelung zur Übernahme der Unterkunftskosten für Langzeiterwerbslose in Berlin kippen

Von Christian Linde

Die Zeit drängt. Noch vor der parlamentarischen Sommerpause will der Berliner Senat eine neue Ausführungsverordnung (AV) Wohnen auf den Weg bringen. Die AV Wohnen regelt die Übernahme der Kosten der Unterkunft für Langzeiterwerbslose. Für die Berliner MieterGemeinschaft und die gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen im DGB Berlin ist dies ein Alarmsignal. Denn auf Hartz-IV-Empfänger kommen drastische Verschlechterungen zu. Auf einer Veranstaltung am diesem Sonnabend soll darüber informiert und über gemeinsame Gegenwehr beraten werden.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/054.php

 



 Heute erwerbslos – morgen wohnungslos


Aus der Einladung zur Veranstaltung von MieterGemeinschaft und DGB am 28. Juni

Gegen jede soziale Vernunft, wird zurzeit eine massive Verschlechterung der Leistungen für die Unterkunft für Berliner ALG-II-Empfänger vorbereitet. Auftakt der Angriffe gegen die Berliner Regelungen, die in der Ausführungsvorschrift Wohnen (AV Wohnen) festgelegt sind, bildeten die massiven Angriffe des Landesrechnungshofes (LRH) im Herbst letzten Jahres. Der LRH schwang sich zum selbsternannten Richter auf, indem er die wenigen sozialen Aspekte der AV Wohnen, wie die einjährige Schonfrist, schlankweg als »rechtswidrig« bezeichnete. Mit geringerer Dreistigkeit, aber deshalb nicht weniger nachhaltig, griff der Bundesrechnungshof die Vorlage auf.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/056.php




 US Army not welcome


Linkspartei in Hessen mobilisiert zu Protesten gegen geplanten Umzug der Europazentrale der US-Landstreitkräfte nach Wiesbaden

Von Hans-Gerd Öfinger

Wenn sich am Wochenende das bürgerliche Wiesbaden zu einem »Tag der offenen Tür« in der US-Airbase im Stadtteil Erbenheim versammelt, wird dieses Großereignis von antimilitaristischen Protesten begleitet sein. So rufen die Wählergemeinschaft Linke Liste, die mit drei Stadtverordneten in Fraktionsstärke im Wiesbadener Rathaus vertreten ist, und der örtliche Kreisverband der Partei Die Linke für Sonntag zu einer Demonstration gegen die geplante Verlegung der europäischen Militärleitzentrale der US-Army von Heidelberg nach Wiesbaden-Erbenheim auf. Dem Protest gegen von Wiesbaden aus geplante und befehligte völkerrechtswidrige Angriffskriege wird sich auch der Friedensaktivist und Fraktionsvorsitzende der Linken im Hessischen Landtag, Willi van Ooyen, anschließen.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/044.php


 Die Kleinen im G-8-Visier

Außenminister kapitalistischer Hauptländer plus Rußland bereiten Gipfel vor


Zehn Tage vor dem G-8-Gipfel in Japan haben die Außenminister der Staatengruppe die außenpolitische Tagesordnung vorbereitet. Demnach soll auf dem Spitzentreffen der sieben Hauptländer des Kapitalismus plus Rußland vom 7. bis 9. Juli auf der Insel Hokkaido über das iranische Atomprogramm sowie Maßnahmen zur Grenzsicherung zwischen Afghanistan und Pakistan, wo sich Aufständische und Besatzer seit Monaten heftige Kämpfe liefern, beraten werden. Ob weitere weltpolitische Themen wie die desaströse Lage im Irak, die Krise in den Bereichen Ökologie und Energieversorgung eine Rolle spielen sollen, wurde nicht verlautbart.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/059.php


 »Das Gesetzeswerk ist eine einzige Blamage«

Die Koalition hat im Bundestag wieder einmal Gesetze verabschiedet, die in erster Linie die Finanzindustrie fördern. Ein Gespräch mit Axel Troost

Interview: Peter Wolter

Axel Troost ist finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Partei »Die Linke«

Der Bundestag hat am Freitag das Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligung – abgekürzt MoRaKG – sowie das Risikobegrenzungsgesetz verabschiedet. Wahrscheinlich versteht kein normaler Bürger dieses Fachkauderwelsch. Können Sie uns helfen?
Im Prinzip handelt es sich um zwei Gesetze, die lange zwischen SPD und CDU/CSU strittig waren und die nur als Paket verabschiedet werden sollten. Das erste ist das MoRaKG, das angeblich junge und kleine Unternehmen fördern soll, die zu knappe Mittel für eine Expansion haben. Das Gesetz soll dabei helfen, daß sich Finanzinvestoren an diesen Unternehmen beteiligen – und zwar mit sogenanntem »Wagniskapital«. Das hört sich erst einmal gut an, gilt durch den Druck der Finanzbranche nun aber für alle Unternehmen, die bis zu 20 Millionen Euro Eigenkapital haben und maximal zehn Jahre alt sind. Bei der Risikobegrenzung geht es angeblich darum, die »Heuschrecken« zu zügeln. Beide Gesetze laufen aber letztlich auf die Förderung der Finanzindustrie hinaus.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/036.php


Futter für Heuschrecken

Bundestag beschließt Gesetze, die Unternehmen und Verbraucher schützen sollen. Linke und ATTAC sehen
das anders

Von Klaus Fischer

Offiziell geht es um den Schutz von Verbrauchern und Unternehmen. Unter dieser Flagge nahmen CDU/CSU und SPD am Freitag im Bundestag Kurs auf die Verabschiedung zweier neuer Regelungen, die diesem Anspruch genügen sollten. Risikobegrenzungsgesetz und Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen nennen sich die Gemeinschaftswerke, die rechtzeitig vor der Sommerpause noch durchs Parlament geboxt wurden.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-28/031.php


Dokument des Versagens

Bundesregierung billigt geschönten Armutsbericht

Die soziale Lage in Deutschland ist aus Sicht der Bundesregierung aktuell deutlich besser als im jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht geschildert. Das Kabinett billigte am Mittwoch einstimmig den Bericht in überarbeiteter Fassung. Danach hat sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet, und jeder Achte lebt in Armut. Am stärksten betroffen sind Menschen ohne Schul- und Berufsabschluß, Alleinerziehende, Langzeiterwerbslose und Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor. Ausdrücklich wies Regierungssprecher Thomas Steg jedoch darauf hin, daß der Bericht auf Daten des Jahres 2005 beruht und die seither positive Entwicklung nicht abbilde. Es sei »sehr begründet anzunehmen«, daß sich 2006/2007 die Lage deutlich verbessert habe und sich dies im nächsten Bericht niederschlagen werde, gab er die Einschätzung des Kabinetts wieder.

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http://www.jungewelt.de/2008/06-26/058.php


 

 

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